bedeckt München 22°
vgwortpixel

Rassismus:Frau in München mit Desinfektionsmittel attackiert

Ein Mann besprüht seine Nachbarin mit Desinfektionsmittel, schreit mehrmals "Corona" und droht, er werde ihr den Kopf abschneiden - nicht der erste Übergriff dieser Art in der Stadt.

Erneut ist es in München zu einem rassistischen Übergriff gekommen auf eine asiatisch aussehende Person im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus. Die jüngste Attacke ereignete sich laut Polizeiangaben am Dienstagabend in einem Wohnhaus in der Fasanerie. Eine 45 Jahre alte Münchnerin mit chinesischen Wurzeln kam gegen 19 Uhr nach Hause und wurde vor ihrer Wohnungstür angegriffen - von einem Nachbarn.

Der ebenfalls 45 Jahre alte Mann besprühte die Frau überfallartig mit einem Desinfektionsmittel und schrie dazu mehrmals das Wort "Corona", berichtet die Polizei. Er werde ihr den Kopf abschneiden, drohte der völlig außer Rand und Band geratene Nachbar. Die verängstigte Frau rief über den Notruf 110 die Polizei. Einer Streife gelang es, den Angreifer zu beruhigen. Er muss sich nun wegen Körperverletzung und Bedrohung verantworten. Außerdem ermittelt der Staatsschutz wegen eines möglichen rassistischen Motivs.

Bereits am 20. Februar waren zwei junge Chinesinnen am Harras im Stadtteil Sendling von einem 57-Jährigen angegriffen worden, der sie anspuckte und als Virus-Überträgerinnen beschimpfte.

© SZ vom 12.03.2020 / bm/kast
Gesundheit in Bayern Erreger kam wohl nicht von Bayern aus nach Italien

Coronavirus-Newsblog für Bayern

Erreger kam wohl nicht von Bayern aus nach Italien

Eine Gen-Analyse liefert keine Belege für die These, das Virus sei über die Alpen nach Italien gelangt. BMW will mehrere Hunderttausend Masken am Tag produzieren. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Zur SZ-Startseite