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Christbaum am Marienplatz:Ein Traumbaum aus dem Pfaffenwinkel

Der Münchner Christbaum kommt dieses Mal aus Steingaden.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Die Fichte stand bisher in der Ortsmitte von Steingaden. Der Christbaum vorm Rathaus hätte eigentlich aus einer anderen Stadt kommen sollen. Doch die sagte coronabedingt ab.

In diesem Jahr ist aber wirklich gar nichts mehr heilig. Erst fallen wegen der Corona-Pandemie die Christkindlmärkte aus. Und dann auch noch das: Am Marienplatz stellen sie einen Christbaum auf, der - ohje - ziemlich schön ist. Eigentlich ist es gute Münchner Vorweihnachtstradition, alle Jahre wieder über schiefe oder dürre Bäume zu lästern. Wer erinnert sich nicht gerne schmunzelnd an die Hungerfichte von 2011? Aber wenn man ehrlich ist, waren die Bäume im Durchschnitt nicht ganz so schlecht wie ihr Ruf.

Dieses Jahr wird wohl kaum jemand spötteln. Das 22 Meter hohe, stattliche Gewächs kommt aus der oberbayerischen Gemeinde Steingaden, die kurzfristig als Spenderin eingesprungen ist und erst 2033 an der Reihe gewesen wäre. Denn eigentlich hätte heuer Münchens italienische Partnerstadt Verona den Christbaum spenden sollen. Doch coronabedingt hatte sie kurzfristig abgesagt.

Die Fichte stand bisher in der Ortsmitte von Steingaden an der Bundesstraße B 17. Aus Sicherheitsgründen, so heißt es, habe sie gefällt werden müssen. Das hat die dortige Freiwillige Feuerwehr am Dienstag erledigt und den Baum nachts nach München gebracht. Am Mittwochmorgen um 6 Uhr hat ihn dann die Münchner Berufsfeuerwehr vor dem Rathaus aufgestellt. Nun wird der Baum mit 3000 Lichtern geschmückt, dann erstrahlt er bis zum 6. Januar - wegen des fehlenden Budenzaubers weitgehend konkurrenzlos.

© SZ vom 26.11.2020 / schub/van
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