Ehrung für langjährige Kreisräte:Die Herren und Damen der Ringe

Ehrung für langjährige Kreisräte: Zeigt her eure Ringe: Verleihung des Ehrenringes des Landkreises mit (von links) Christoph Nadler, Johanna Hagn, Christoph Göbel, Ulrike Beck, Brigitte Thoma.

Zeigt her eure Ringe: Verleihung des Ehrenringes des Landkreises mit (von links) Christoph Nadler, Johanna Hagn, Christoph Göbel, Ulrike Beck, Brigitte Thoma.

(Foto: Claus Schunk)

Ulrike Beck, Johanna Hagn, Brigitte Thoma und Christoph Nadler erhalten die höchste Auszeichnung des Landkreises. Insgesamt darf es nur 58 dieser Ehrenzeichen gleichzeitig geben.

Von Iris Hilberth, Haar

Bei Tolkien gibt es bekanntlich 20 Ringe: drei für die Elben, sieben gehören den Zwergen, neun den Menschen und einer dem Dunklen Herrscher. Im Landkreis München ist die Anzahl der bedeutsamsten Ringen noch etwas höher. Insgesamt 58 Ehrenringträger darf es gleichzeitig geben, doppelt so viele wie Gemeinden im Landkreis. Die goldene Zeichen am Finger attestiert diesen Männern und Frauen, dass sie sich besonders verdient gemacht haben um das Ansehen des Landkreises und das Wohlergehen seiner Bürgerinnen und Bürger. Am Donnerstagabend sind bei einem Festakt im Kleinen Theater in Haar vier neue Träger und Trägerinnen dazugekommen. Damit erhöht sich die Anzahl der beringten lebenden Persönlichkeiten auf 30.

Etwas klobig schaut er vor allem an Frauenhänden schon aus, der goldene Ehrenring des Landkreises. Und gerade an die hat Landrat Christoph Göbel (CSU) im Namen des Kreistags diese Insignie des Engagements dieses Mal vergeben. Drei Frauen und ein Mann erhielten die Auszeichnung: Ulrike Beck, Johanna Hagn, Brigitte Thoma und Christoph Nadler. Sie alle sind oder waren Mitglied des Kreistags und sie alle vereine die Liebe zum und das Engagement für den Landkreis München, heißt es in der Begründung der Auswahl. Denn mit dem Ring ehrt der Landkreis Personen, die öffentlich, vor allem im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder karitativen Bereich, tätig sind und deren Schaffen sich auf den gesamten Landkreis München auswirkt.

Ulrike Beck aus Sauerlach, im Landkreis bekannt als "die Akribische", gehörte 24 Jahre lang für die CSU dem Kreistag an. Alle vier Amtsperioden hindurch hatte sie einen Sitz im Jugendhilfeausschuss. "In diesem Ausschuss wurde wahrscheinlich kein einziger Tagesordnungspunkt behandelt, zu dem Ulrike Beck nicht Stellung bezogen hat", sagte Landrat Göbel in seiner Laudatio. Beck habe ganz wesentlich zum Wandel der Jugendhilfe in eine proaktive und präventive Unterstützung beigetragen.

In Christoph Nadler hat ein noch aktiver Kreisrat die Auszeichnung erhalten

Johanna Hagn aus Ismaning bezeichnete der Landrat als "das soziale Gewissen des Landkreises". 22 Jahre gehörte sie der Kreistagsfraktion der SPD an. Hagn sei vor allem für all diejenigen Menschen eine starke Stimme, die die Unterstützung der Gesellschaft brauchen. Ihre ganze Amtszeit über gehörte sie daher ebenfalls dem Sozialhilfe- und späteren Sozialausschuss an. Zudem war sie unter anderem langjährige Vorsitzende und Sprecherin der Nachbarschaftshilfe Ismaning und sorgte dafür, dass in den Nachbarschaftshilfen landkreisweit gültige Standards etabliert wurden. Sie gründete den Hospizkreis Ismaning und brachte ein Konzept zur Hospizarbeit im Landkreis auf den Weg.

Die "Unangreifbare" ist für den Landrat Brigitte Thoma. Sie kommt ebenfalls aus Ismaning und saß 18 Jahre lang für die Freien Wähler im Kreistag. Niemals habe sie in einer politischen Diskussion die Fassung verloren, sie sei allen Kolleginnen und Kollegen immer mit größtem Anstand und Würde begegnet. In ihren Beiträgen habe sie die Sache immer auf den Punkt gebracht, sagte Göbel.

Einziger Mann im Bund der neuen Ringträger ist der Grünen-Politiker Christoph Nadler, der immer noch aktiv im Kreistag sitzt - was bei dieser Ehrung eher selten vorkommt. Seit 26 Jahren bereits gehört der Taufkirchner dem Gremium an, seit 2020 ist er auch einer der Stellvertreter des Landrats. Göbel lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit Nadler, dessen Politikstil von höchstem Verantwortungsbewusstsein und größter Verlässlichkeit getragen sei.

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