Energiewende:2025 sollen sich im Forstenrieder Park Windräder drehen

Energiewende: Direkt hinter der Schäftlarner Gemeindegrenze stehen bereits Windräder. In zwei Jahren soll es auch im Forstenrieder Park so weit sein.

Direkt hinter der Schäftlarner Gemeindegrenze stehen bereits Windräder. In zwei Jahren soll es auch im Forstenrieder Park so weit sein.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Vorher muss allerdings noch ein Umspannwerk gebaut werden.

Von Annette Jäger, Neuried

Der Zeitplan für den Bau von sechs Windkraftanlagen im Forstenrieder Park konkretisiert sich. Läuft alles nach Plan, können die Anlagen Ende 2025 in Betrieb gehen. Die Gemeinden Neuried, Pullach, Baierbrunn und Schäftlarn betreiben das Windkraft-Projekt gemeinsam, Betreibergesellschaften wurden bereits gegründet. Die Kommunen rechnen mit einer Genehmigung im kommenden Jahr, der Bau der Anlagen könnte Ende 2024 beginnen.

Der Forstenrieder Park bietet günstige Voraussetzungen für die Nutzung von Windenergie, das haben Windmessungen längst bestätigt. Eine Anlage reiche aus, um den Strombedarf von rund 3000 Neurieder Haushalten zu decken, rechnete Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) vergangene Woche bei der Bürgerversammlung vor. Mit zwei Anlagen könnte die Gemeinde autark werden, was die Stromversorgung angeht, damit wären alle Privathaushalte und Gewerbebetriebe versorgt. Zipfel hegt die Hoffnung, dass in Zukunft noch weitere Windkraftanlagen im angrenzenden Waldgebiet Forst Kasten hinzukommen.

Momentan werden die Umwelt- und Naturschutzgutachten für die Windanlagen im Forstenrieder Park fertiggestellt, noch 2023 sollen alle Genehmigungsunterlagen für den Bau eingereicht werden. Bürgerinnen und Bürger sollen sich in Form einer Energiegenossenschaft beteiligen können. Sobald die Anlagen genehmigt sind, soll es dazu mehr Informationen geben.

Eine Hürde gibt es bei dem Projekt allerdings noch: Damit der durch Wind erzeugte Strom auch in den Haushalten ankommt, muss ein Umspannwerk gebaut werden. Der Netzbetreiber hat laut Zipfel abgewinkt, "keine Kapazitäten" habe die Antwort gelautet, frühstens im Jahr 2027 sei ein Bau denkbar. Nun wollen die Kommunen einen privaten Anbieter beauftragen. Dieser hat laut Zipfel auch zugesagt, das Werk für 2025 zu bauen. Allerdings müssen die Kommunen dafür eine Anzahlung von 4,5 Millionen Euro leisten.

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