Gefahr im Luftraum:Flughafen geht gegen Drohnen vor

Mehr Drohnen in der Nähe von NRW-Flughäfen

Es gibt immer mehr Störungen des Luftverkehrs durch Drohnen. Auch wenn diese noch in weiter Entfernung zum Flughafen schweben.

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Die Deutsche Flugsicherung hat in München und Frankfurt sechs verschiedene Systeme getestet, mit denen sich Drohnen entdecken lassen - und zwar auf eine Entfernung von 18 Kilometern.

Von Andreas Schubert

Drohnen können für den Flugverkehr eine ernsthafte Gefahr sein. Doch mit herkömmlichem Radar sind die kleinen Flugobjekte nicht auszumachen. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat nun an den Flughäfen München und Frankfurt zusammen mit den Betreibergesellschaften vier Monate lang sechs verschiedene Systeme getestet, mit denen sich Drohnen entdecken und als solche identifizieren lassen. Diese Detektionssysteme sollen Drohnen auf eine Entfernung von 18 Kilometern ausmachen.

Die Herausforderung dabei: Das System muss eine Drohne von anderen beweglichen Objekten wie Fahrzeugen, Vögeln oder Hubschraubern unterscheiden können, die an Flughäfen unterwegs sind. Erschwert wird dies dadurch, dass es vielerlei Drohnen in verschiedensten Größen und Formen auf dem Markt gibt. Dazu kommt, dass für jeden Flughafen andere Voraussetzungen gelten, sodass es laut DFS keine Detektionssysteme von der Stange geben kann.

Die Lösung wird wohl eine Mischung aus verschiedenen Sensortechnologien sein. Die detaillierten Ergebnisse der Tests bereitet die DFS derzeit auf. Sie sollen dem Bundesverkehrsministerium bis Ende dieses Jahres zu Verfügung gestellt werden, zusammen mit Informationen, wie geeignete Detektionslösungen für die 16 internationalen Flughäfen in Deutschland entwickelt werden können. Die DFS hat seit 2015 weit über 500 Behinderungen durch Drohnen an Flughäfen gezählt, mit zunehmender Tendenz. Im Frühjahr dieses Jahres war zum Beispiel der Frankfurter Flughafen bei zwei Zwischenfällen für insgesamt viereinhalb Stunden betriebsunfähig.

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