Nahverkehr:Bessere Anbindung für den ländlichen Süden

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Nahverkehr: Vertreter des MVV, des Landratsamts und die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden haben das Ruftaxi bei einer gemeinsamen Fahrt ausprobiert.

Vertreter des MVV, des Landratsamts und die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden haben das Ruftaxi bei einer gemeinsamen Fahrt ausprobiert.

(Foto: Landratsamt/oh)

In der Verwaltungsgemeinschaft Glonn sind nun Ruftaxis im Einsatz. Damit gibt es nun auch abends und am Wochenende ein ÖPNV-Angebot.

Seit dem MVV-Fahrplanwechsel Mitte Dezember sind im südlichen Landkreis Ebersberg sogenannte Ruftaxis unterwegs. Landrat Robert Niedergesäß (CSU) hat jetzt zusammen mit den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden in der Verwaltungsgemeinschaft Glonn das neue Angebot im öffentlichen Nahverkehr getestet. Insgesamt gibt es drei Linien, die die ländlichen Gemeinden deutlich besser an den öffentlichen Nahverkehr anbinden - auch und besonders nachts und an den Wochenenden. Darauf weist das Landratsamt nun in einer Pressemitteilung hin.

"Mit den Ruftaxis verbessern sich für die Bürgerinnen und Bürger im südlichen Landkreis die Möglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln mobil zu sein, spürbar. Wir kommen damit weiter voran auf dem Weg mit dem Ziel, 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche Mobilität jenseits des Individualverkehrs ermöglichen zu können", so der Landrat. Und weiter: "Wir schaffen in der Fläche ein Angebot, das nun auch vom ÖPNV bis dato nicht angefahrene Bereiche des Landkreises erreicht. Gerade der noch unzureichend erschlossene ländliche Raum wird vom neuen Ruftaxi profitieren können." Die Umsetzung ist Teil des 2019 vom Kreistag auf Initiative des Landrats beschlossenen Nahverkehrsplans. Sollte sich das neue System im südlichen Landkreis bewähren, so sind in Zukunft weitere Ruftaxilinien geplant.

Gleich in der ersten Woche haben 122 Fahrgäste das Angebot genutzt

Als "enorme Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs für die VG Glonn" bezeichnet der Glonner Bürgermeister Josef Oswald das Angebot. So sei es jetzt "realistisch möglich, mit dem öffentlichen Nahverkehr Veranstaltungen in München zu besuchen und auch wieder mit dem öffentlichen Nahverkehr nach Hause zu kommen". Und das Angebot scheint anzukommen: Der MVV meldet für die vergangene erste Woche bereits 92 erfolgreich durchgeführte Fahrten mit 122 Fahrgästen.

Die Ruftaxilinien haben die Bezeichnungen 4000, 4800 und 4900. Die Linie 4000 verbindet von Montag bis Freitag von 5.30 bis 23 Uhr Egmating, Glonn und Baiern mit der S-Bahn in Aying. Die 4800 fährt täglich nachts zwischen 22 und 6 Uhr von Grafing-Bahnhof nach Bruck, Moosach, Glonn und Baiern. Zwischen Neuperlach Süd, Zorneding, Oberpframmern, Egmating, Glonn und Baiern unterwegs ist die Linie 4900 - von Montag bis Freitag nachts von 23 bis 6 Uhr. Am Wochenende ist der Service auf dieser Strecke ganztags verfügbar.

Buchen kann man ein Ruftaxi recht unkompliziert per App oder telefonisch. Treffpunkt ist eine MVV-Haltestelle oder eine eigens für das Ruftaxi eingerichtete Haltestelle. Der Vorlauf beträgt zwischen 30 und 60 Minuten. Zusätzliche Kosten entstehen nicht. Es gilt der MVV-Tarif.

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