Schwimmen in Grafing:Erst ins Internet, dann ins Freibad

Freibad Grafing anstehen

Wie stehen die Chancen, ohne langes Warten ins Bad zu kommen? Das kann man jetzt mit Blick auf die Grafinger Homepage überprüfen.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

In Grafing kann man jetzt per Online-Zähler vorab nachschauen, wie viel Leute noch reindürfen, ehe das Limit erreicht ist.

Von Barbara Mooser, Grafing

Münchner müssen in diesem Sommer Tage vorher entscheiden, wann sie ins Freibad wollen, und dann einen der raren Plätze vorab im Internet reservieren. Im Grafinger Freibad ist es nicht so streng, hier ist keine vorherige Terminbuchung nötig. Das hat allerdings andere unerwünschte Nebeneffekte: An schönen, warmen Tagen muss man oft lang warten, bis man ins Bad darf, denn es gibt eine genau begrenzte Besucherzahl - und wenn das Bad voll ist, darf erst wieder ein neuer Gast hinein, wenn ein anderer den Heimweg antritt.

Inzwischen aber muss man nicht notwendigerweise zum Freibad fahren, gehen oder radeln, um zu schauen, wie voll es ist. Die Stadtverwaltung hat einen Zähler auf ihre Homepage gestellt, mit dem live über die aktuelle Besucherauslastung im Freibad informiert wird. Ob sich der Weg lohnt und wie schnell man sein muss, um noch Wasser und Liegewiese genießen zu dürfen, können die Grafingerinnen und Grafinger also bequem vom heimischen Computer oder vom Smartphone aus überprüfen.

Die Idee dazu hatten, wie Bürgermeister Christian Bauer (CSU) erzählt, die "sehr findigen EDV-Mitarbeiter im Rathaus" gehabt. Sie hatten nach einem Weg gesucht, auf die doch recht zahlreichen Beschwerden zum Saisonbeginn zu reagieren. Es habe zeitweise sehr lange Warteschlangen gegeben, sagt Bauer, zu denjenigen, die einfach nur ins Bad wollten, seien die gekommen, die ihre Saisonkarten abholten, so dass die Besucher oft länger warten mussten.

Inzwischen hat sich laut Bauer die Lage entspannt - und er setzt darauf, dass es im Laufe des Sommers noch besser wird, wenn möglicherweise die Regeln für den Badebetrieb gelockert werden. Momentan dürfen 500 Besucher gleichzeitig ins Bad, anfangs waren es sogar nur 400 gewesen. Die Freifläche ließe, wie Bauer sagt, zwar mehr Gäste zu, dann aber bestünde die Befürchtung, dass es im Wasser zu einem nicht Corona-gemäßen Gedrängel käme.

Bevor das Virus alles umkrempelte, kamen an schönen Sommertagen bis zu 2000 Gäste ins Freibad - Bauer hofft, dass das auch irgendwann wieder möglich sein wird.

Der Live-Anzeiger aus dem Freibad ist auf der Seite www.grafing.de zu finden.

© SZ vom 10.07.2021/koei
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