Sonderimpftag:Das große Stechen

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Sonderimpftag: Der übliche Altersdurchschnitt an der Realschule Dachau wird am Sonntag deutlich nach oben schnellen, wenn die Impflinge hereinströmen.

Der übliche Altersdurchschnitt an der Realschule Dachau wird am Sonntag deutlich nach oben schnellen, wenn die Impflinge hereinströmen.

(Foto: Toni Heigl)

Das Landratsamt lädt am Sonntag alle Landkreisbürger ab 60 Jahren zum Sonderimpftag in die Realschule Dachau ein

Von Thomas Altvater, Dachau

Zum Abschluss der in den vergangenen Tagen von den beiden Impfzentren sowie zahlreichen niedergelassenen Ärzten durchgeführten Sonderimpfaktion, dem sogenannten Impfturbo, bietet das Landratsamt Dachau gemeinsam mit den Hilfsorganisationen im Landkreis und unterstützt von den beiden Impfzentren am kommenden Sonntag, 18. April, von 9 bis 15 Uhr einen Sonderimpftag in der Realschule Dachau an. "Unser Ziel ist es, allen impfwilligen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ab 60 Jahren bis Sonntagabend ein Impfangebot machen zu können," erklärt Landrat Stefan Löwl in einer Pressemitteilung. Wie viele Leute am Sonntag geimpft werden sollen, oder anders gesagt, für wie viele Menschen der Impfstoff ausreichen wird, dazu will das Landratsamt keine konkreten Angaben machen. Vielmehr heißt es auf Anfrage: "Jeder, der kommt, soll geimpft werden."

Dabei gilt: Wer sich am Sonntag impfen lassen möchte, muss über 60 Jahre alt sein und die Bereitschaft haben, sich mit Astra Zeneca impfen zu lassen. Zudem empfiehlt das Landratsamt in seiner Pressemitteilung eine vorherige Registrierung auf dem bayernweiten Online-Impfportal. Wer jedoch keinen Internetzugang hat, könne sich auch direkt in der Realschule registrieren lassen, eine Terminvereinbarung ist deshalb nicht unbedingt erforderlich. Allerdings will das Landratsamt längere Wartezeiten vor Ort, etwa aufgrund einer erhöhten Nachfrage, nicht ausschließen. Auch deshalb sei es ratsam, sich bereits im Vorfeld anzumelden und einen Termin zu vereinbaren, so das Amt. Unabhängig davon sollen jedoch alle Personen, die sich am Sonntag bis 15 Uhr an der Realschule gemeldet haben, ihr Vakzin erhalten.

Die Impfaktion in der Dachauer Realschule läuft parallel zur Arbeit der Impfzentren, welche am Sonntag ebenfalls wieder - mit Anmeldung - geöffnet haben. Organisiert wird der Sonderimpftag von den ehrenamtlichen Helfern des BRK, vor Ort unterstützen andere Hilfsorganisationen die Ehrenamtlichen, etwa Personal aus den Arztpraxen sowie vom Landkreis und den anderen Impfzentren.

Der Grund für den mittlerweile üppigen Vorrat an Impfstoff: Nachdem vergangene Woche bekannt wurde, dass bayernweit alle Impfreserven aufgelöst werden, hat auch der Landkreis Dachau 8000 zusätzliche Impfdosen des Impfstoffs Astra Zeneca bestellt. Ein Großteil dieses Vakzins ist nun bereits in den Landkreis geliefert worden und wird seitdem verimpft. Zusammen mit den übrigen Astra-Zeneca-Reserven im Landkreis konnten so innerhalb der vergangenen Tage bereits mehr als 5500 Leute zum ersten Mal geimpft werden. Weitere 4000 Erstimpfungen sind bis einschließlich Sonntag fest terminiert. Insgesamt wurden bislang rund 24 000 Bürger wenigstens einmal geimpft.

Die Sonderzuteilung bestehe dabei ausschließlich aus Impfdosen des Herstellers Astra Zeneca, so das Landratsamt auf Anfrage. Dieser Impfstoff wird aktuell nur für Personen ab 60 Jahren empfohlen. In den vergangenen Tagen haben alle im bayernweiten Registrierungssystem angemeldeten Personen daher bereits eine Impfeinladung erhalten.

Das Landratsamt hat sich mit dieser Sonderzuteilung, der Aktion "Impfturbo", zum Ziel gesetzt, innerhalb von zehn Tagen mehr als 10 000 Menschen im Landkreis zu impfen, was einer Gesamtanzahl von mehr als 33 000 Erstimpfungen entspricht. Nach aktuellem Stand werde man diese Zahl auch erreichen, heißt es dazu aus dem Landratsamt. Für die Über-60-Jährigen, die ihr Impfangebot nicht wahrnehmen, werde es weitere Termine geben, so das Landratsamt. Trotzdem geht man im Landratsamt nicht davon aus, dass am Sonntag alle 8000 zusätzlichen Dosen von Astra Zeneca verimpft werden, sondern dass Reserven für die kommende Woche übrig bleiben. Von Montag an wolle das Landratsamt wieder in den "normalen Modus" zurückkehren.

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