Medizin:Doktor Frust

Medizin: Ausreichend Zeit für ihre Patienten wollen sich viele Ärzte nehmen, doch bleibt ihnen im bürokratischen Praxisalltag dafür nicht immer die nötige Zeit.

Ausreichend Zeit für ihre Patienten wollen sich viele Ärzte nehmen, doch bleibt ihnen im bürokratischen Praxisalltag dafür nicht immer die nötige Zeit.

(Foto: Bonninstudio/Imago/Westend61/Imago)

Die Ärzte streiken, aber es geht ihnen längst nicht mehr nur ums Geld. Zu groß ist ihr Ärger über ausufernde Bürokratie und Technik, die nicht funktioniert. Zu spüren bekommen das am Ende: die Kranken.

Kommentar von Werner Bartens

Wenn Ärzte streiken, können sie kaum mit Solidarität rechnen. Abgehangene Klischees von Halbgöttern oder Raffzähnen in Weiß dominieren die öffentliche Wahrnehmung. Geht es zudem auch um eine bessere Honorierung wie bei den Praxisschließungen am Montag, ist es um das Verständnis geschehen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Reflexe gegen Ärzte prompt bedient, nachdem die Doktores ihre Arbeit niedergelegt hatten. Mal eben das Durchschnittseinkommen erwähnen und höhere Kassenbeiträge andeuten - schon kann er sich des Beifalls medizinischer Laien sicher sein.

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