Erst hat man ihre Spielplätze mit Plastikbändern abgeklebt, dann immer wieder - und spätestens nach dem ersten Lockdown gegen den Rat der meisten Expertinnen und Experten - Schulhäuser, Freizeit- und Betreuungseinrichtungen geschlossen, statt sie infektionssicher zu machen. Obwohl Stück für Stück gravierende psychosoziale Folgen, Lernrückstände und eine Vergrößerung der sozialen Kluft sichtbar und messbar werden, so wie es von Anfang an prognostiziert wurde, hat sich die Politik dazu bisher kaum verhalten. Familienpolitische Doppelwummse sind nicht vorgesehen. Kein Wunder, dass das Vertrauen in die Politik bei Kindern und Jugendlichen und all denen, die mit ihnen zu tun haben, in der Pandemie ganz besonders erschüttert worden ist.
Pandemiepolitik:An Kindern kein Interesse
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Keine andere Bevölkerungsgruppe stand so lange unter Corona-Generalverdacht wie Kinder, für deren Einrichtungen sehr lange noch Testpflichten galten. Das lag nicht nur daran, dass man es nicht besser wusste.
(Foto: Friso Gentsch/dpa)Die Jungen haben unter den Einschränkungen der letzten Jahre über die Maßen gelitten. Für die Folgen gibt es nun gesundheitspolitische Empfehlungen - doch das Grundproblem ist ein anderes.
Kommentar von Vera Schroeder
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