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Grundrechte:Es ist normal geworden, nichts mehr zu dürfen

Noch müssen die Teddybären die Reihe am Fenster des Cafés voll aussehen lassen - eine Straßenszene aus Gelsenkirchen, vor einigen Tagen.

(Foto: Martin Meissner/AP)

Wie viel Macht nimmt sich eigentlich ein Staat, der Menschen nachts in ihre Wohnungen sperrt - für ein bisschen mehr Infektionsschutz? Das Bundesverfassungsgericht hat die Chance für einen Weckruf verpasst.

Kommentar von Wolfgang Janisch

Es ist nur eine Verordnung, noch dazu eine, die den Menschen gemischte Empfindungen bereiten wird. Wer vollständig geimpft oder von Covid-19 genesen ist, der wird von vielen jener Beschränkungen befreit, die längst zur neuen Normalität geworden sind. Das schafft Erleichterung bei den einen, aber es erzeugt bei den anderen das säuerliche Gefühl, das man aus Teenagertagen kennt: Die Freunde amüsieren sich auf einer Party, zu der man selbst keine Einladung bekommen hat. Junge Familien, die sich durch Homeschooling und Home-Office gequält haben, tüfteln noch an ihrer Ferienplanung, während die älteren Herrschaften im Nachbarhaus - den zweiten Impftermin fest im Blick - längst gebucht haben. Das ist nicht ganz gerecht, wie so vieles im Jahr der Seuche.

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