Hass im Netz:Tod einer Impfärztin

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Hass im Netz: Blumen und Kerzen liegen zum Gedenken an Lisa-Maria Kellermayr vor dem Wiener Gesundheitsministerium.

Blumen und Kerzen liegen zum Gedenken an Lisa-Maria Kellermayr vor dem Wiener Gesundheitsministerium.

(Foto: Alex Halada/Imago)

Der mutmaßliche Suizid einer engagierten Befürworterin von Corona-Maßnahmen wühlt nicht nur Österreich auf. Er wirft ein Schlaglicht auf die Frage, wie lebensgefährlich Hass im Netz sein kann. Und alles begann mit nur einem einzigen Beitrag bei Twitter.

Von Ralf Wiegand

Wenn man versucht zu rekonstruieren, warum der österreichische Bundespräsident, der deutsche Bundesgesundheitsminister oder der frühere Chefredakteur einer Boulevardzeitung öffentlich den Tod einer oberösterreichischen Landärztin kommentieren, landet man unweigerlich bei einem Tweet vom November 2021, der längst gelöscht ist. Darin hatte Dr. Lisa-Maria Kellermayr ein Video geteilt, das Impfgegner am 16. November 2021 vor dem Krankenhaus von Wels-Grieskirchen zeigte. Sie schrieb dazu: "Heute in Wels: Eine Demo der Verschwörungstheoretiker verlässt den Pfad unter den Augen von Behörden und blockiert sowohl den Haupteingang zum Klinikum als auch die Rettungsausfahrt des Roten Kreuzes."

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