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Diekmann und Murdoch beim DLD:"Ein papierbasiertes bisschen"

Anschließend bat er ihn, ohne die offenkundigen Probleme mit einem Wort zu erwähnen, doch mal von The Daily zu erzählen: "Wann geht's denn los?" Murdoch junior lächelte, wie er so oft in dieser gemütlichen halben Stunde lächeln sollte.

In ein paar Wochen, sagte er. Für 99 Cent die Woche. Und überhaupt: "Kai, du warst doch gerade bei uns in New York, ich glaube, du hast eine aktuellere Version gesehen als ich."

Trotz der schmusigen Stimmung verriet Murdoch, der bei News Corp zurzeit das Europa- und Asiengeschäft verantwortet, ein paar interessante Details. So liege der Anteil des Printgeschäfts seines Unternehmens in Europa bei nur noch 15 Prozent. "Ein papierbasiertes bisschen" nannte er das. 70 Prozent des Geschäfts auf dem Kontinent machten heute die digitalen Pay-TV-Plattformen aus.

Mit Sky Deutschland etwa, dessen Haupteigentümer News Corp ist, "verdienen wir seit gestern tatsächlich etwas Geld", sagte Murdoch. Eine Neuigkeit - die Fragen aufwirft. Wie kann das Investment für News Corp schon profitabel sein?

Das vierte Quartal 2010 lief zwar gut für Sky, es gab viele Neukunden. Doch von den angepeilten drei Millionen Abonnenten ist die Plattform noch immer ein paar Hunderttausend entfernt. Viele Fragen. Diekmann: lächelte.

Die letzte Frage des Bild-Chefredakteurs war, ob sich Murdoch denn am Abend mit seinen Mitarbeitern von Sky noch betrinken werde. Ach, sagte der, das hätten sie schon getan. Worüber Boulevard-Experten so plaudern, wenn sie unter sich sind.

© SZ vom 26.01.2011/tiq
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