Sie sind Buchautoren, sie veröffentlichen, sie haben Erfolg, sie werden gelesen und verdienen Geld, manchmal so viel, dass sie selbst Größen der Branche in den Schatten stellen. Doch sie haben keinen Verlag, keinen Verleger, keinen Agenten, sie tauchen auf fast keinen Bestsellerlisten auf, sie werden vom klassischen Buch- und Rezensionsmarkt ignoriert, obwohl sie Millionen Leser haben. Sie sind "Selfpublisher". Autoren, die digitale Bücher veröffentlichen und außerdem all das sind, was den regulären Buchhandel ausmacht: Verlag, Verleger, Agent, Preisgestalter, Layouter, PR-Agentur.
Self PublishingDer ungebundene Autor
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Früher galt Selbstedition als anrüchig und eitel. Inzwischen aber hat sich neben dem klassischen Buchmarkt eine riesige Leserschaft gebildet. Illustration: Lisa Bucher
Lisa BucherSelbst verlegte Bücher finden immer mehr Leser und machen bereits so manche Verfasser reich. Ganz ohne Verlag, Werbung oder klassische Rezension. Wie funktioniert das - und was heißt das für den Buchhandel?
Von Bernd Graff
