Kultur und Corona:Deutsche Kinos wollen bundesweit öffnen

Coronavirus - Delphi Filmpalast in Berlin

Der leere Kinosaal des geschlossenen Delphi Filmpalasts am Zoo in Berlin soll sich auch bald wieder füllen.

(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Und zwar ab 1. Juli. Sie fordern von der Politik "Auflagen mit Augenmaß".

Von David Steinitz

Die deutsche Filmbranche plant eine bundesweite Wiedereröffnung der deutschen Kinos ab 1. Juli. Alle fünf Kino- und Verleihverbände haben sich am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung dafür ausgesprochen, unabhängig von den teils sehr unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern eine gemeinsame, gleichzeitige Öffnungsstrategie zu verfolgen. "Angesichts des Impffortschritts und der sinkenden Infektionszahlen steht die gesamte Kinobranche bereit, um spätestens ab dem 1. Juli einen bestmöglichen bundesweiten Start für die Filmtheater zu ermöglichen", heißt es in der Mitteilung.

Verbände wie die Gilde deutscher Filmkunsttheater und der Verband der Filmverleiher fordern dafür von der Politik "Auflagen mit Augenmaß". Dazu zählt zum Beispiel, "dass es keine Maskenpflicht am Platz geben" dürfe. Dass eine rasche, einheitliche und nicht überreglementierte Wiedereröffnung möglich sei, sehe man in Österreich und in Frankreich. Die Franzosen dürften ab Ende Juni sogar wieder mit einer hundertprozentigen Auslastung spielen.

In manchen Bundesländern wie Bayern können die Kinos auch schon früher öffnen, manche tun das auch, vor allem Open-Air-Veranstalter. Für viele Betreiber lohnt sich die Wiederaufnahme des Spielbetriebs aber erst, wenn die entsprechenden publikumswirksamen Filme starten.

Eine bundesweit einheitliche Wiedereröffnung ist für die Kinos deshalb wichtig, weil Filmverleihe erst dann große neue Filme liefern, wenn sie sie auch im ganzen Land bewerben und zeigen können. Läuft alles nach dem Plan der Branche gehören zu den ersten Neuerscheinungen des Sommers dann unter anderem der Oscar-Gewinner "Nomadland", die Otto-Waalkes-Komödie "Catweazle", der Marvel-Blockbuster "Black Widow" und der Berlinale-Gewinner "Bad Luck Banging or Loony Porn".

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