bedeckt München 13°

Ausstellungen - Remagen:Beethoven-Zeichnung mit Tintenfischtinte: Dalí am Rhein

Ahrweiler
Eine Skulptur des Künstlers Hans Arp ist vor dem Arp-Museum zu sehen. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Remagen (dpa/lrs) - Mit der Tinte eines lebenden Tintenfisches hat der spanische Maler Salvador Dalí einst Ludwig van Beethovens Kopf gezeichnet - nun ist dieses Werk erstmals in Deutschland zu sehen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) eröffnet laut Planung an diesem Sonntag (16. Februar) im Arp Museum in Remagen am Rhein die Ausstellung "Salvador Dalí und Hans Arp. Die Geburt der Erinnerung". Die Schau zeigt nach Angaben des Museums vom Freitag Bezüge zwischen diesen beiden Künstlern - und auch zu dem Komponisten Beethoven, dessen 250. Geburtstag 2020 gefeiert wird. Dalí sei von Beethoven fasziniert gewesen, das sei kaum bekannt.

Laut Regierungschefin Dreyer ist es dem Arp Museum gelungen, "hochkarätige Leihgaben aus ganz Europa, den USA und Japan zu bekommen". 1929 waren Dalí (1904-1989) und Hans Arp (1886-1966) nach Angaben des Museums in Paris aufeinandergetroffen, wo sie sich ein Jahrzehnt lang gemeinsam an zahlreichen Ausstellungen beteiligten.

Die neue Schau am Rhein zeige einen intensiven Dialog beider Künstler in der surrealistischen Phase. Beispielsweise treffen hier laut dem Museum Werke Dalís wie "Traum verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel vor dem Erwachen" (1944) und "Die Metamorphose des Narziss" (1937) auf surrealistische Holzreliefs von Arp. Gezeigt werden einer Museumssprecherin zufolge eher frühere Werke von Dalí als etwa so bekannte Gemälde wie die von brennenden Giraffen.

Gleichsam als zeitliche Verlängerung des Surrealismus bis heute präsentiert das Arp Museum parallel zur Dalí-Arp-Ausstellung auch eine Schau mit dem 1969 geborenen Berliner Maler Jonas Burgert. Dieser habe eigens neue monumentale Gemälde und Skulpturen dafür geschaffen, "voller Gegensätze und Rätsel, zeitlos und symbolhaft". Beide Ausstellungen sollen bis zum 16. August zu sehen sein.

Zur SZ-Startseite