Unternehmen:Wirtschaftsverband erwartet geringes Wachstum

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) erwartet im Freistaat nur noch 1,8 Prozent Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr. "Lieferengpässe und Preissteigerungen vor allem bei Energie belasten die Unternehmen. Die Risiken sind enorm", sagte Verbandspräsident Wolfram Hatz am Mittwoch in München. "Die Auftragsbücher unserer Unternehmen sind voll. Sie können aber nicht abgearbeitet werden", sagte Hatz. Industrie, Bau und Handwerk litten unter Materialmangel, alle Branchen unter den hohen Energiepreisen. Ein weiteres Problem sei der Fachkräftemangel.

Der aus unzähligen Einzeldaten der Branchen errechnete VBW-Prognose-Index Wachstum fiel seit dem Herbst um 21 auf 97 Punkte und liegt jetzt unter dem langjährigen Durchschnitt. Der Prognoseindex Beschäftigung blieb mit 142 Punkten hoch, er sank nur zwei Punkte. Lohnerhöhungen seien angesichts der Inflation unausweichlich, sagte Hatz. "In unserem Basis-Szenario gehen wir für 2022 von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Bayern um 1,8 Prozent aus. Wir unterstellen hier, dass das zweite Quartal 2022 nochmal schwächer ausfällt als das erste und sich die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte moderat erholt", sagte Hatz. Bei unverändert angespannten Lieferketten, hoher Inflation und neuen Corona-Maßnahmen im Herbst dürfte die Wirtschaft höchstens noch 1,2 Prozent wachsen. Bei einem Lieferstopp von Erdgas aus Russland gäbe es eine Rezession.

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