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Nationalsozialismus:Da war doch was

Kempten feiert 200 Jahre Vereinigung

Das Rathaus von Kempten - hier residierte in seiner Amtszeit von 1919 bis 1942 auch Oberbürgermeister Otto Merkt.

(Foto: dpa)

Der langjährige Oberbürgermeister von Kempten, Otto Merkt, gilt als bedeutender Stadtentwickler. Nun richtet sich der Blick auf seine rassehygienischen Aussagen.

Von Florian Fuchs, Kempten

Otto Merkt gilt als einer der bedeutendsten Kommunalpolitiker in Kempten und auch im gesamten Allgäu. Von 1919 bis 1942 war er Oberbürgermeister Kemptens; er tat sich hervor in der Stadtentwicklung, im Wohnbau, etablierte die Allgäuer Butter- und Käsebörse und erwarb sich große Verdienste in der Heimatforschung. "Ein Denkmalheiliger" sei Merkt in Kempten. So formuliert es der Vorsitzende des örtlichen Heimatvereins, Markus Naumann. Und doch hat die Biografie Merkts unbestritten dunkle Seiten, allein was sein rassenhygienisches Denken anbelangt. Vor allem an der Person Merkt hat sich deshalb nun ein Streit entzündet, der in eine umfassende Aufarbeitung der NS-Zeit in Kempten münden soll.

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