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Kaufübersicht: Elektroautos:Wir stromern los

Bisher gab es Prototypen, Exoten oder Testautos nur für ausgewählte Kunden. Nun kommen die ersten richtigen Elektromobile in den Handel - eine Übersicht.

Bilder, Fakten, Preise.

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Alternative Antriebe Elektroautos zum Kaufen

Quelle: Pressinform

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Elektromobilität ist seit ein paar Jahren das große Thema der Branche. Bislang hat die Autobauerzunft aber nur mehr oder weniger spektakuläre Prototypen vorgestellt und die ersten in kleiner Serie produzierten Elektromobile an Testkunden ausgeliefert. Der Autohandel hat noch fast nichts zu bieten. Das soll sich ab diesem Herbst ändern.

Von Elektroautos hört und liest man viel. Wer allerdings einen Stromer kaufen will, konnte bislang nur auf Elektro-Exoten wie zum Beispiel den kleinen italienischen Stromer namens Tazzari Zero zurückgreifen.

Tazzari bietet seinen putzigen 540-Kilogramm leichten Zweisitzer in Deutschland für knapp 24.000 Euro an. Am mangelnden Bekanntheitsgrad der kleinen Autoschmiede aus Imola mag es liegen, das auch der Italo-Stromer bislang nur einen äußerst überschaubaren Kundenkreis erreicht hat. Dabei ist er ein putziger Stromer, der sich im Sparmodus oder auch ganz schön flott fahren lässt. Bei Tempo 90 ist allerdings Schluss.

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Ein anderer Exot ist der Tesla Roadster. Allerdings setzt Tesla nur sehr überschaubare Stückzahlen ab - was sich bei einem Preis von rund 100.000 Euro für den atemberaubenden Elektro-Pionier von selbst erklärt.

In die Elektrogeschichte wird er wohl als der Elektro-Pionier für die oberen Zehntausend eingehen.

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In diesem Herbst sollen dennoch die ersten in Großserie produzierten Elektroautos auf den deutschen Markt rollen.

Der französische PSA-Konzern, der unter seinem Dach die Marken Peugeot und Citroën vereint, will ganz vorn mitmischen, wenn in Europa das automobile Elektrozeitalter beginnt.

Schon in diesem Herbst lässt der Konzern ein elektrisches Stadtauto vom Stapel, das bei Peugeot unter dem Namen Namen iOn und bei ...

Im Bild: Der Peugeot iOn wirkt wie ein gestreckter Smart: Mit seinen Abmessungen passt er auch in fast jede Parklücke.

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... Citroën als Z-Zero vermarktet wird.

Kurz nach dem Pariser Autosalon im Oktober soll als dritter im Bunde auch der Mitsubishi i-MiEV in den Handel kommen. In der Heimat wird das japanische Schwestermodell von iOn und Z-Zero bereits verkauft.

Im Bild: Mitsubishi iMiEV. Er teilt sich mit Peugeot iOn und Citroën Z-Zero eine Plattform.

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iOn & Co bieten Platz für vier Passagiere. Der Elektromotor des Kleinwagens leistet 47 kW (64 PS), ab Start liegt ein maximales Drehmoment von 180 Newtonmetern an.

Als Energie-Speicher ist eine Lithium-Ionen Batterie an Bord, die hat eine Kapazität von 16 Kilowattstunden und bringt samt Schutzrahmen und Abdeckung 230 Kilogramm auf die Waage.

Energie zapft der Stromer an der normalen 220-Volt-Haushaltssteckdose, wo ein kompletter Ladezyklus sechs Stunden nach Herstellerangaben sechs Stunden dauert. Für den eiligen Fall gibt es das Schnellladegerät. Das füllt den Akku in 15 Minuten zur Hälfte und in 30 Minuten zu 80 Prozent auf.

Im Bild: Das Schaltkulisse des iOn wirkt übersichtlich - und ziemlich konventionell.

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Mit voller Akkuladung können die kleinen Stromabnehmer 150 Kilometer fahren. Allerdings ist das ein eher theoretischer Wert. Denn der Energieverbrauch von Heizung oder Klimaanlage verringert den Aktionsradius, auch ein temperamentvoller Fahrstil hat Einbußen in Sachen Reichweite zur Folge.

Wer mit 115 Stundenkilometern und eingeschalteter Heizung fährt, könne 75 Kilometer fahren, bis die Speicher leer sind, verspricht der Hersteller. Das Revier, das sich die kleinen E-Cars erobern sollen, ist die Stadt - und hier beeindruckt der Elektro-Franzose mit flotten Zwischensprints. Von 30 auf 60 km/h geht's in flinken 3,5 Sekunden. Ab Tempo 70 nimmt die Beschleunigungskraft aber deutlich ab.

Im Bild: die "Steckdose" des Peugeot iOn. Als erstes Elektroauto, das in Großserie produziert wird, steht er ab Herbst bei den Händlern zu Probefahrten bereit, ab Dezember soll ausgeliefert werden.

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In Frankreich, wo der Staat finanzielle Starthilfe leistet, liegt der Verkaufspreis abzüglich der Förderprämie bei rund 30.000 Euro.

Peugeot bietet den iOn aber auch zum Leasen an. Der Vertrag läuft über fünf Jahre, die monatlichen Raten betragen 499 Euro. Nach der Fünf-Jahresfrist können Kunden den Wagen entweder zurückgeben, für 299 Euro pro Monat für drei weitere Jahre leasen oder auch kaufen, wobei der Hersteller den dann fälligen Restwert noch nicht beziffert hat.

Im Bild: Peugeot bietet für den iOn mehrere Ladeoptionen an - dieses Modell ähnelt doch sehr einem Föhn.

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Die deutsche Bundesregierung hat noch nicht entschieden, ob und wie die Markteinführung der teuren Elektroautos bezuschusst werden soll. Daher dürfte das Leasingmodell hierzulande erst einmal der einzig gangbare Weg sein, um die Stromer an die Kundschaft zu bringen - die Leasingraten sollen ebenso hoch wie in Frankreich sein.

In punkto Treibstoffkosten stehen die Stromer deutlich besser da, als vergleichbare Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Laut Peugeot sollen sich die Stromkosten pro 100 Kilometer auf 1,50 bis zwei Euro belaufen.

Im Bild: Wenn es schnell gehen muss lässt sich der Akku an der Peugeot iOn Quick Charge genannten Schnellladestation in 30 Minuten zu 80 Prozent aufladen.

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Konkurrent Renault hat bereits ein elektrisch angetriebenes Quartett in der Pipeline -bis Ende 2012 will der französische Hersteller alle vier Modelle auf die Straße schicken..

Mitte kommenden Jahres soll mit dem ...

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... Renault Kangoo Rapid Z.E. das erste Großserien-Elektroauto der Marke in den Ring treten gehen und sich vor allem als Mini-Lastwagen für Kurier- und Handwerksfirmen auch den Kunden in Deutschland empfehlen.

Die Spitzengeschwindigkeit gibt Renault mit 130 km/h an, die Reichweite mit 160 Kilometern - wobei wohl auch hier im Alltagsbetrieb einige ...

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... Abstriche gemacht werden müssen.

Sechs bis acht Stunden muss der Wagen an der Haushaltssteckdose hängen um seinen Akku voll zu saugen. Eine andere Ladeoption bietet Renault für diesen Stromer nicht an.

Im Bild: Künftig soll das Laden der Akkus auf öffentlichen Parkplätzen eine Selbstverständlichkeit sein - quasi parken und tanken. So jedenfalls stellen sich die Hersteller der Elektroautos die schöne neue Elektrowelt vor.

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Anfang 2012 wollen die Franzosen den Renault Fluence - die elektrifizierte Stufenheckversion des Mégane - ins Rennen schicken.

Um die Jahresmitte soll dann das ...

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... zweisitzige Stadtauto Twizzy Z.E. folgen und Ende 2012 schließlich der ...

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... Zoe Z.E., der ebenso wie Twizzy derzeit noch den Status eines Concept Cars hat. Das kleine Stadtauto und der Viersitzer Zoe mit den Dimensionen eines Renault Clio werden aber in Serie gehen.

Für Fluence, Twizzy und Zoe will Renault drei Ladeoptionen anbieten. Über eine Ladebox, die in jedem Haushalt ...

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...installiert werden kann, saugen sich die Stromer innerhalb von vier bis acht Stunden mit 230-Volt-Strom voll. Die Schnellaufladung auf 80 Prozent dauert 30 Minuten und erfolgt an einer Drei-Phasen-Kraftstromsteckdose mit 400 Volt.

Die dritte Möglichkeit ist das sogenannte ...

Im Bild: das - noch - sehr futuristische Cockpit des Zoe.

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... Quickdrop-System. An der Quickdrop-Station fährt das Auto in eine Servicebox, wo ein Roboter die am Fahrzeugboden montierte Batterie entfernt und innerhalb weniger Minuten durch eine frische ersetzt.

Die Infrastruktur wollen Renault und Entwicklungspartner Nissan in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Unternehmen Better Place aufbauen - zunächst aber nur in einigen flächenmäßig klein Ländern wie Israel und Dänemark, wo die Mobilitätsstrukturen überschaubar sind.

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Nissan bringt seinen Leaf bereits 2010 auf den Markt - aber nur in den USA. Dort gewährt die Obama-Regierung Steuererleichterungen in Höhe von 7500 Dollar, der Bundesstaat Kalifornien zusätzliche 5000 Dollar Elektroprämie. Das drückt den Kaufpreis auf kaum mehr als 20.000 Dollar.

Mittlerweile haben die Japaner die Markeinführung auf den europäischen Pioniermärkten - darunter Großbritannien, Irland, Dänemark und Portugal - auf die erste Jahreshälfte 2011 verschoben.

Der 4,45 Meter lange Kompaktwagen wird in ...

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... Großbritannien voraussichtlich für rund 29.000 Pfund, umgerechnet rund 35.000 Euro, angeboten werden. Dafür ist der Akku-Pack mit an Bord.

Auch hier setzten die Preiskalkulatoren auf staatliche Kaufanreize. Wo es keine Geldgeschenke vom Staat gibt, sieht Nissan und Renault im Splitting-Verfahren nur eine Lösung - das Fahrzeug gibt's zum Grundpreis und den Antrieb abonniert der Kunde in einem gesonderten Vertrag.

Angetrieben wird der Nissan Leaf von einem 80 KW/109 PS starken Elektromotors (mit dem gleichen Lithium-Ionen-Akku wie die Renault-Modelle) mit 280 Nm maximalem Drehmoment. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei abgeregelten 140 km/h. Die Reichweite soll - im Idealfall - 160 Kilometer betragen.

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Quelle: Daimler AG

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Daimler will seinen Elektroflitzer Smart Fortwo eDrive 2012 startklar haben. Bis dahin dürfte auch hierzulande eine Entscheidung über staatliche Förderprämien oder Steuergeschenke für die Elektroauto-Kundschaft gefallen sein.

Wer nicht warten will, kann sich seinen E-Smart auch selber bauen, beziehungsweise bauen lassen. Einige Anbieter verkaufen Umrüst-Kits, die alles enthalten, was man braucht, um aus einem ...

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... herkömmlich motorisierten Smart einen Elektroflitzer zu machen: 25 kW-Aggregat, Steuerbox, Batterie, Ladeanzeige, Verkabelung, Schrauben und sonstige Monatagmaterialien. Stattliche 18.000 Euro kostet der Elektro-Bausatz. Dazu kommen Werkstattkosten, die etwa bei 3000 Euro liegen dürften.

Mit dem Baukasten werde auch ein Mustergutachten des TÜV verschickt, sagt Thomas Borowski vom Bochumer Anbieter BEA-Tricks. Damit könne die Prüfstelle bei der technischen Abnahme des selbstgemachten Elektro-Smarts auf aufwendige Prüfverfahren verzichten und würde lediglich eine Gebühr von 350 Euro für den Eintrag in die Fahrzeugpapiere in Rechnung stellen.

Beim bayrischen Anbieter Turn E gibt es ebenfalls Umrüstsätze für den Smart. Zahlungskräftige Trendsetterkreise werden trotz der stolzen Preise auf den Elektroantrieb abfahren, davon ist man bei Turn E fest überzeugt. Schon bald soll es daher auch einen Umrüst für die Mercedes A-Klasse geben.

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Mitsubishis Elektroflitzer i-MiEV, der bereits seit vergangenem Jahr in Japan auf dem Markt ist, wird als Linkslenkerversion auf dem europäischen Markt leicht modifiziert angeboten werden: Front- und Heckstoßfänger entsprechen europäischen Standards, an der aktiven und passiven Sicherheit sind nochmals Verbesserungen erarbeitet worden.

Der 1110 Kilogramm wiegende i-MiEV ist mit einem permanentmagnetisiertem Synchronmotor ausgestattet, der 49 kW / 67 PS leistet. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h. Mit einer Ladung der Lithium-Ionen Batterien kann eine Reichweite von 150 Kilometern erzielt werden, gemessen nach dem "Neuem Europäischen Fahrzyklus (NEFZ).

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Für die Ladung muss der Mitsubishi i-MiEV lediglich an einer haushaltsüblichen Steckdose angeschlossen werden. Darüber hinaus ist das Fahrzeug mit einem Schnellladesystem ausgestattet, das es ermöglicht, die Batterien an einer Schnellladestation aufzuladen.

Ab Dezember 2010 wird der Mitsubishi i-MiEV in 14 europäischen Ländern angeboten werden. Darunter sind Deutschland, Frankreich, Spanien, England, die Schweiz und die skandinavischen Länder.

Der Bruttopreis des i-MiEV variiert dabei von Land zu Land, durchschnittlich beträgt er zwischen 33.000 und 35.000 Euro. Nach Abzug von in vielen Ländern üblicher Förderung für Elektromobilität liegt der Preis für den Endverbraucher in den meisten europäischen Staaten unter 30.000 Euro.

Bild: Die übersichtliche Instrumententafel informiert jederzeit über den Ladezustand der Batterie.

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Seine Weltpremiere feierte der Opel Ampera bereits auf dem 79. Genfer Autosalon im März 2010, bis Ende 2011 geht er in Produktion.

Noch scheut man bei Opel scheut man eine verbindliche Preisangabe für das Elektroauto mit Range Extender immer noch wie der Teufel das Weihwasser. Aber zumindest gibt es stark ...

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... begründete Vermutungen, dass der Preis knapp unter 40.000 Euro liegen wird - nach Abzug etwaiger staatlicher Subventionen.

Der große Vorteil des Amperas mit seinem Range Extender: Der Verbrennungsmotor erhöht die Reichweite und nimmt die Angst vorm antriebslosen Liegenbleiben (unter Umständen kurz vor der nächsten Autobahnausfahrt). Im reinen Elektrobetrieb soll der Wagen 50 bis 60 Kilometer weit kommen.

Text: Susanne Kilimann / Pressinform

© sueddeutsche.de/Pressinform/gf
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