Mitbegründet wurde der WWF einst maßgeblich von Mitgliedern der europäischen Adelshäuser. Huismann mutmaßt, dass der Verband nur entstand, weil der Großadel in Zeiten der Entkolonialisierung um seine Jagdgebiete fürchtete - ihr Motto sei noch das des Kolonialismus: "Natur ist Abwesenheit des Menschen - jedenfalls des Einheimischen", sagt Huismann zu sueddeutsche.de.
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Kaum eine Spende, kaum ein Spender sei dem WWF in den vergangenen Jahrzehnten unangenehm gewesen, von Dow Chemical über Shell bis - zumindest für den WWF USA - auch Monsanto.
Prinz Bernhard der Niederlande, der erste Verbandspräsident, gründete auch den "Club der 1001", ein Art WWF-Förderverein, in dem sich noch heute die Eliten des Westens treffen. Dessen Mitglieder sind überwiegend Industrielle. Früher gehörten zum Club auch führende Figuren des südafrikanischen Apartheitsregimes, der argentinischen Junta und Staatsterroristen wie Zaires Diktator Mobutu Sese Seko.
Dabei ist die Mitgliedschaft in diesem grünen Country-Club noch immer geheim. Nur einige prominente Mitglieder haben sich geoutet, vor allem Adelige, sagt Huismann. Seinen Recherchen zufolge gehörten zumindest Mitte der achtziger Jahre auch viele Persönlichkeiten aus der deutschen Wirtschaftselite dazu, von den Bankiers Robert von Pferdmenges und Hermann Abs über Friedrich Flick bis Bertold Beitz.
Unmenschliche Sendezeit
Das ist Vergangenheit - sagt auch der Sprecher im Film. Doch auch heute hat der WWF wenig Berührungsängste. So wird seit 2010 Monsantos genmanipuliertes Soja vom "Runden Tisch für verantwortungsvolle Sojaproduktion" (RTRS) als "nachhaltig" zertifiziert. Das Zertifizierungssystem ist auf WWF-Initiative entstanden.
Hartmut Vogtmann, Chef des Deutschen Naturschutzrings, empört sich offensichtlich darüber. In einem internen Brief an Detlev Drenckhahn, den Präsidenten der deutschen WWF-Sektion, warnt er eindringlich vor der Teilnahme am "Runden Tisch für verantwortungsvolle Sojaproduktion". In dem Brief, der sueddeutsche.de vorliegt, argumentiert Vogtmann, laut neuer Studien sei durch den Anbau von Soja der Verbrauch von Spritzmitteln "enorm gestiegen" - "denn immer mehr Unkräuter werden resistent gegen das in den Sojakulturen eingesetzte Roundup". Dessen Wirkstoff Glyphostat "verursacht Fehlbildung bei Embryonen und lässt die Krebsrate in die Höhe schnellen", schreibt er weiter in Bezug auf eine Untersuchung und folgert: Der vom WWF mitbegründete runde Tisch "hält ein gescheitertes System von Landwirtschaft künstlich am Leben".
Der WWF Deutschland schreibt sueddeutsche.de zu diesem Thema: "Wir arbeiten weiter am RTRS mit, weil wir mehr gentechnikfreies Soja wollen und die Umweltschäden des Sojaanbaus generell minimieren wollen, wie die Zerstörung der Wälder." Inzwischen hat der WWF auf seiner Webside einen "Faktencheck" veröffentlicht und schreibt da unter anderem: "Wir lehnen Gentechnik ab. Dies werden wir so lange tun, bis bewiesen ist, dass gentechnisch veränderte Pflanzen absolut unbedenklich für Umwelt, Biodiversität und uns Menschen sind. Diese Position des WWF International gilt für alle WWF-Länderorganisationen." Allerdings gebe es bei "einzelnen Länderorganisationen auch Mitarbeiter, deren Meinung sich nicht mit der offiziellen WWF-Position deckt. Dies gilt insbesondere für Staaten, in denen der Anteil der Gentechnik in der Landwirtschaft bereits sehr hoch ist, etwa die USA und Argentinien".
Der Film hat die deutsche Sektion des WWF offensichtlich schon vor der Erstausstrahlung bewegt. Es wurde versucht, mit Abmahnungen durch Medienanwälte die Sendung zu beeinflussen und Interviews platzen zu lassen.
Und was soll man davon halten, wenn der Verband auf SZ-Nachfragen eingesteht, Spenden von Monsanto entgegengenommen zu haben? Und davon, dass die Befürwortung der Gentechnologie durch Jason Clay eine "einzelne Außenseitermeinung" sei? Doch das ist er nicht. Er ist Vize-Präsidenten des WWF-Weltverbandes.
Die ARD sendete den 45-minütigen Film spätabends - und wird damit immerhin dem Auftrag gerecht, Kinder und Jugendliche vor 23 Uhr vor verstörendem Programm zu verschonen.
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Wiederholung des Films am Freitag, den 24. Juni 2011, um 21 Uhr bei EinsExtra.
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(sueddeutsche.de/plö)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Keine Sorge, ich hatte - glücklicherweise - noch nie für den WWF gespendet; es entgeht Ihnen also keine erwartete Zuwendung, auch wenn das bisher nur Zufall war.
Nunmehr bin ich über diesen Zufall überaus froh. Wie man Palmöl-Produktion zu Lasten gerodeten Regenwaldes und insbesondere Soja-Monokulturen mit proprietärem Saatgut, was Bauern dauerhaft in ruinöse Abhängigkeit von diesem mafiösen Saatgut-Monster bringt (vgl. auch Food Inc, die m.E. bislang beste Sendung/DVD zu diesem Thema), als nachhaltig bezeichnen kann, entzieht sich dem logischen Menschenverstand vollkommen.
Und das auf die amerikanische Unterabteilung und unterschiedliche Meinungen zu schieben, ist nochmals extra billig. Aber da muss man wohl nicht überrascht sein. So ist jede Landesabteilung für einen anderen Missstand "zuständig" und man kann trotzdem über Ländergrenzen hinweg kräftig und hemmungslos kassieren. Sehr geschickt!
Ich weiß jedenfalls, welche Auffassung ich zum WWF in Zukunft vertreten werde, und bin jetzt schon auf die Beschwichtigungsversuche gespannt.
und der damit einhergehenden Abholzung großer Regenwaldflächen in den Hauptanbaugebieten der Ölpalme steht der Anbau von Ölpalmen international sowohl bei Umweltschutzorganisationen als auch politisch in der Kritik. Der Anbau der Ölpalmen erfolgt zudem nach gängiger Einschätzung gegenwärtig in ökologisch nicht nachhaltiger Weise. Verschiedene Umweltschutzorganisationen, in Deutschland insbesondere Greenpeace und Rettet den Regenwald, weisen darauf hin, dass für die Errichtung von neuen Ölpalmplantagen in großem Umfang Regenwälder zerstört werden. Diese Aussagen wurden durch Forschungsergebnisse auf der Basis von Daten der FAO bestätigt, nach denen zwischen 1990 und 2005 1,87 Millionen Hektar Palmölplantagen in Malaysia und mehr als 3 Millionen Hektar in Indonesien neu angelegt wurden, von denen mehr als die Hälfte durch Abholzung von Wäldern entstand.
Ich sehe nur Fakten nichts als Fakten!
Der WWF war vom Anfang an ein Jagdklub es ist nie um Tierschutz oder Umweltschutz gegangen! Und schon Prins Bernhard hat sich von Konzernen wie SHELL kaufen lassen! Diese Tradition lebt weiter!
Mit Monsanto ist der WWF am Tiefpunkt angelangt! Es gibt keine Steigerung mehr!
Das Greenwashing vom WWF sollte endlich für alle Konsumenten sichtbar gemacht werden! Diese Dokumentation wird die Debatte über diese WWF Greenwashing Praxis aufleben lassen!
Und Kritische Kunden auf der ganzen Welt werden Partner vom WWF hinweisen auf die durschaute Greenwashing Praxis! Die Nachhaltigkeits Chefin von COOP in der Schweiz, die mit dem WWF sehr viele Projekte macht, hat von mir schon den Link zur Doku der Pakt mit dem Panda in der ARD Mediathek erhalten!
http://bit.ly/Paktmitdempanda Damit COOP nicht sagen kann wir haben es nicht gewusst! Diese Dokumentation zeigt ein einwandfreies Bild vom WWF! Die Tatsache dass Sie nicht bereit waren zu einem Interview und versucht haben andere Interviews zu verhindern sagt alles! Der WWF sollte sich einfach konzentrieren auf GREENWASHING und normale Spender in RUHE lassen!
Dann wissen alle welchen Wert die gekauften WWF Zertifizierungen
haben! Es geht beim WWF um Geld nichts anderes Zählt! Menschen zählen nicht Tiere zählen nicht die Umwelt zählt nicht..was beim WWF zählt ist GELD! Die Art und Weise wie Sie ihre Spender für BLÖD verkaufen und 500 Millionen einsammeln ist einmalig!
Meine Hochachtung für diese Meisterleistung
Jahrelang hat der WWF uns mit schönen und traurgen Bildern manipuliert.
Ich sage Danke für den ausgezeichneten Bericht und den neuen Erkenntnissen.
Genmanipulierte Pflanzen sind also nachhaltig in Euren Augen?!! Ihr habt dafür kein Mitleid verdient, sondern einen auf die Zwölf!
Paging