Sie können die Folgen des Klimawandels referieren, aber sie fürchten sich vor Käfern, benehmen sich im Grünen wie im Museum und verlieren ihre Neugier auf echte Pflanzen und Tiere. Etwas läuft falsch im Verhältnis zwischen Kind und Natur.
Der Baum ist eine Einladung. Sein fast ein Meter dicker Stamm hat tief ansetzende Äste, die auch für Kinderfüße gut zu erreichen sind. Also hochklettern? Wenn Axel Schreiner seinen Besuchern des Naturschutz- und Jugendzentrums im oberbayerischen Wartaweil am Ammersee diese Frage stellt, bekommt er immer die gleichen Reaktionen.
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Ist das nicht gefährlich? Oder schädlich für den See? Dass wir Menschen Teil der Natur sind und nicht nur ihr Besucher, lernen Kinder heute oft nicht mehr. (© dpa)
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Darf man das, einfach so auf einen Baum klettern? Schadet das nicht der Natur? "Die Hälfte der Kinder glaubt, dass Baumklettern verboten sei", sagt Schreiner. Der Forstwirt wundert sich nicht mehr darüber, wie sich Kinder der Natur heute nähern - sofern sie es überhaupt noch tun. Stattdessen bietet der Bund Naturschutz in Bayern, der das Jugendzentrum betreibt, unter anderem Kurse im Baumklettern an. "Sie sind unser beliebtestes Programm", sagt Schreiner.
Wenn Kinder Bäume für verbotene Zonen halten, sie aber gleichzeitig die Folgen des Klimawandels referieren können, wenn sich zwei Drittel der Kinder vor einem Käfer auf der Hand fürchten und Ruhe im Wald für das höchste Gut halten - dann läuft etwas falsch im Verhältnis zwischen Kind und Natur.
Tümpel, Wald, Wiesen und die verwilderte Industriebrache sind für die meisten Kinder heute nicht mehr selbstverständlicher Teil ihrer Welt, sondern allenfalls ein Ausflugsziel für das Wochenende.
Natur ist nicht mehr Lebensraum, sondern sie wird besucht, so wie ein fremdes Haus, der Zoo oder ein Kindertheater: Bei Regen geht es in ein Museum, bei gutem Wetter für einen Nachmittag in den Wald, pädagogische Erläuterungen eingeschlossen.
Diese Entwicklung könne Kinder sogar krank machen, warnt Richard Louv in seinem viel beachteten Buch "Last Child in The Woods", das Ende August auf Deutsch erscheint ("Das letzte Kind im Wald", Beltz). Dass Kinder einfachste Zusammenhänge in der Natur nicht mehr kennen, ist nach Ansicht vieler Experten aber nicht die gravierendste Folge fehlender Naturerfahrungen.
"Das wird schon seit einem Jahrhundert beklagt", sagt Rainer Brämer von der Universität Marburg, Autor des jährlich wiederholten "Jugendreports Natur", für den Brämer mehr als 3000 Sechst- und Neuntklässler befragt. Im vergangenen Jahr wusste nur die Hälfte von ihnen, wie die Sonne tagsüber am Himmel wandert; zwölf von 100 Heranwachsenden konnten ein Lindenblatt identifizieren. Stadt- und Landkinder waren gleichermaßen ahnungslos.
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Schon lange zu beobachten, überall, wo gutgemeinter Naturschutz um sich greift, Nat.park Bayr. Wald, Berchtesgaden und zB. Donauauen.
Speziell an der Donau hat man die Radwegbrücken, über die ein schonender Zugang zu den Flußauen, zB. bei Wörth, möglich war, gekappt. Mußte daher auf die Landstraße ausweichen, obwohl mich die dortige Natur interessiert hätte, angesichts der geplanten und umstrittenen Donaukanalisierung. Ja, dann ist es mir halt wurst, ob die Donau in einem Kanal fließt oder nicht.
Gut gemeint ist meistens nicht gut.
Da haben die Wichtigtuer und Fanatiker wieder mal die Oberhand gehabt.
Also deine Einleitung ist echter Unsinn - welcher "hartcor-grüne" glaubt denn bitteschön an die Bibel und an das Ebenbilde Gottes? Die glauben an die Mutter Gaia und tausende von Götter, bei dem der Mensch schließlich keine Rolle in der Natur spielt. Wodurch er Maximal zu einem Wolf des anderen Menschen wird.
Allein an der Tatsache, daß wir wirklich die Natur verändern können(das einfachste Beispiel ist ein Garten), sieht man das wir sehr wohl etwas anderes als bloße Säugetiere sind. Trotzdem gehören wir zur Natur - warum sollte der Mensch, der ja schließlich nunmal auf dieser Welt lebt nicht zur Natur gehören.
Dein Kommentar macht eigentlich nur klar warum es überhaupt solche Ideologien gibt - weil viele Leute irritiert und verwirrt sind und das eine von dem anderen nicht mehr unterscheiden können...
Ich finde diesen Artikel sehr gut, weil er was beschreibt was ich schon selber erlebt habe und auf der anderen Seite finde ich ihn erschreckend, weil er eine Entwicklung zeigt die durch Fundamentalismus entsteht.
Trotz allem Fukushima und Gift in der Natur, sollten man niemals auf die Ideologie der Umweltschützer eingehen. Wir brauchen nicht die Grünen dafür um zu bemerken das ein Filter in der Abgasanlage besser für UNSERE Umwelt ist. Wie du ja selbst sagst ist es der Natur eh egal...
Und den Weltuntergang rufen wir mal noch lange nicht hervor und die Grenzen des Wachstums (i.e. Club of Rome) sind ein Hirngespinst einer im kalten Krieg erzogenen Generation die die mit Angst dazu getrieben wurden die realität nicht zu beachten (denn die Grünen sind ein Produkt der 68er).
Die armen Kinder. Ich hoffe wir bekommen bald wieder ein normales Verhältnis zur Natur Politik und Wirtschaft und kümmern uns endlich wieder um unsere Gesellschaft.
Fazit: Ich hoffe die 68er verstehen bald mal, daß wir in einer Gemeinschaft leben die ewig wachsen wird und alle nachfolgenden Generationen eben nicht ausgelöscht werden können - außer man wird zum Völkermörder...
ist doch zuallererst die religiöse Selbstüberhöhung zur Krone der Schöpfung und zum Ebenbild Gottes. Hier klafft eine Riesenlücke zwischen Wissen und Bewusstsein. Natürlich weiß der Mensch, zumindest wenn er die einschlägigen Märchenbücher nicht allzu wörtlich nimmt, das er ein im Laufe der Evolution entstandenes Säugetier ist, aber ist ihm das auch wirklich bewusst? Mitnichten! Er sieht sich selbst als über der Natur stehend und maßt sich an, Natur als etwas steuerbares zu begreifen. Im Kleinen Rahmen kann er das ja auch, siehe Massentierhaltung, Genfood, im Großen scheitert er, siehe Klimawandel, Umweltverschmutzung.
Es ist ein gigantischer Selbstbetrug: Wir müssen nicht die Natur schützen, sondern wir müssen UNS vor der Natur schützen. Wir sind ein Teil der AKTUELLEN Natur, die uns hervorgebracht hat, also müssen wir auch die Parameter erhalten, die uns auch weiter am Leben halten. Was interessiert es die Natur wenn es wärmer wird? Sie tauscht Milliarden von Arten aus, so wie sie das schon immer gemacht hat. Was interessiert es die Natur, wenn der Meeresspiegel steigt? Das ist nicht scheiße fürs Meer, sondern für Holland! Im Moment ist ja ein Teil der Menschheit wieder mal dabei, den eigenen Anteil an der Natur kleinzureden...NEIN, wir können niemals das Klima beeinflussen schwallen diese Leute vor sich hin. Das selbst pupsende Rinder die Atmosphäre anreichern bringt diese Leute nicht davon ab, sich selbst aus der Natur rauszunehmen. Das Cyanobakterien die Atmosphäre vor Mrd. Jahren grundlegend umgekrempelt haben, stört sie auch nicht. Hauptsache verantwortungslos...wir können nichts dafür. Und das nur, weil "wir nicht zur Natur gehören", sondern angeblich oben das große Sahnehäubchen sind. Diese Hybris wird dem Menschen nochmal teuer zu stehen kommen.
deutschen Wald zu verklären - es gibt da einige Geheimnisse. Die könnte entdeckt werden, dann dreht sich viele.
natürlich Geheimnisse, jetht nich tso wie bei Harry Potter.
Gerade Kinder kann die Natur nicht nahegebracht werden, sie gehn rein, wenn die Voraussetzungen stimmen, von selbst.
Neulich in München Mittlerer Ring, Greytunnel, in der zweiten Reihe ein Igel auf der Suche nach Natur. Er wird sie in den Innenhöfen der Blocks finden -wenn er den Zugang entdeckt. Ansonsten: platt gewalzt.
Ist irgendwie ein Gleichnis.
Wir konnten früher noch Ferienlager erleben mit Zelt auf einer Waldwiese OHNE irgendwas. Die Scheißgrube mit Donnerbalken musste selbst ausgehoben werden und geschissen wurde direkt in den Wald, einfach so. Nichtmal Sichtschutz, gestört hats keinen. Waschen mit kalten Wasser aus Wannen. Gekocht und gegessen in Kohten.
Heute:
- Feuerstelle ist bereits ausgehoben und eingefasst.
- Duschräume vorhanden
- WC vorhanden
- Küche, Gefrierschränke, Speisesääle, Aufenthaltsräume vorhanden
Ja bleibts doch gleich zuhause ihr Vollhorste.
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