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Die Recherche zu Landwirtschaft und Ernährung:Gegessen und moralisiert

Fressen und Moral

Mahlzeit - ein Rückblick auf eine Woche Fressen und Moral

(Foto: dpa)

Bio-Bauernhof und Geflügelzucht, vegetarische Metzger, Einkaufsberatung und die Ernährung der Zukunft: Eine Woche mit mehr als 30 Beiträgen unserer Recherche zu Fressen und Moral liegt hinter uns. Das waren die beliebtesten Stücke.

Von Sabrina Ebitsch

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

jetzt ist es gegessen, das Thema, das Sie vor einigen Wochen in einer Online-Abstimmung ausgewählt haben. Seit vergangenem Montag haben wir mit mehr als 30 Beiträgen auf SZ.de und in der Süddeutschen Zeitung versucht, die Frage zu beantworten: "Erst das Fressen, dann die Moral - wie sollen wir uns künftig ernähren?" Aber keine Sorge: Auch nach dem Abschluss dieses Schwerpunkts werden Sie die Themen Landwirtschaft und Ernährung regelmäßig auf unserer Seite finden.

Recherche

"Erst das Fressen, dann die Moral - wie sollen wir uns künftig ernähren?" Diese Frage hat unsere Leser in der vierten Abstimmungsrunde unseres Projekts Die Recherche am meisten interessiert. Dieser Text ist einer von zahlreichen Beiträgen, die sie beantworten sollen. Alles zur Recherche zu Fressen und Moral finden Sie hier, alles zum Projekt hier.

In Analysen, Reportagen, Videos und einer interaktiven Grafik haben wir unsere Nahrungsmittel auf dem Weg vom Feld oder Stall bis in unsere Kühlschränke begleitet, ethische Dilemmata aufbereitet und am Ende einen Ausblick in die Zukunft gewagt.

Wir hoffen, mit diesem Schwerpunkt möglichst viele Ihrer Fragen beantwortet zu haben, denn wie kaum ein Thema von Die Recherche zuvor hat "Fressen und Moral" unsere Leser bewegt. Zahlreiche kluge, hilfreiche Mails haben uns erreicht, zum Teil heftige und kenntnisreiche Diskussionen wurden auf unserer Facebook-Seite geführt.

An dieser Stelle daher auch ein großes Dankeschön an Sie, denn nicht nur mit Ihren vielen Tipps und Hinweisen, sondern auch mit Interviews und eigenen Beiträgen haben die SZ-Leser zu dieser Recherche beigetragen. Das freut uns umso mehr, weil das Projekt Die Recherche gerade auf diesem Engagement fußt. Wir haben versucht, so viele dieser Anregungen wie möglich zu berücksichtigen, mussten aber irgendwann kapitulieren. Über Lob, Kritik und sonstiges Feedback freuen wir uns aber nach wie vor - wie immer.

So erreichen Sie Die Recherche

Wenn Sie etwas nachlesen oder sich einen Überblick verschaffen möchten, finden Sie sämtliche Beiträge noch einmal gebündelt auf unserer Themenseite oder im Rechercheblog. Viele davon sind im Laufe der Woche auf großes Leserinteresse gestoßen - das waren Ihre Favoriten bislang:

Wie es weitergeht und was Sie in der nächsten Runde von Die Recherche erwartet, lesen Sie in Kürze hier. Bis dahin nehmen wir auch gern weitere Themenvorschläge entgegen.

Die Recherche zu Landwirtschaft und Ernährung: Kein Fressen ohne Moral

"Erst das Fressen, dann die Moral - wie sollen wir uns (künftig) ernähren?" Das wollten unsere Leser in der vierten Runde unseres Projekts Die Recherche wissen. Mit einer Reihe von Beiträgen beantworten wir diese Frage.

  • Fleisch Petrischale Luxus ist, seine Wurst selbst zu machen

    Kochen wir bald selbst im Restaurant an der Ecke? Ernährungsexpertin Hanni Rützler will herausfinden, wie wir in Zukunft essen. Im Interview erzählt sie von Apps, die Bauernmärkte finden, kuratiertem Essen und wozu Bananenschalen dienen können.

  • Dem Erdbeerjoghurt auf der Spur

    Welche Wege haben Milch, Obst und Zucker hinter sich, wenn sie im Fruchtjoghurt landen? Verbraucher werden mit der Frage nach dem Ursprung von Lebensmitteln meist alleine gelassen. Eine Suche nach der Herkunft des Erdbeerjoghurts.

  • Niederkaufungen T Unser Stall, unser Baum, unser Beet

    Wie viel sind Lebensmittel wert? Die Mitglieder der Kommune Niederkaufungen sagen: weit mehr als Autos oder Urlaub. Sie haben ihre Maßstäbe verändert, auch wenn es Geld kostet und anstrengend ist. Ein Besuch bei Menschen, die besonders leben und essen.

  • Foodsharing Recherche Fressen und Moral Geteiltes Essen ist halber Müll

    Wenn ich übriggebliebenes Essen wegwerfe, dann immer mit schlechtem Gewissen. 82 Kilogramm Lebensmittel entsorgt jeder von uns pro Jahr. Die Online-Plattform Foodsharing will Abhilfe schaffen. Wie klappt das mit der Müllvermeidung? Ein Selbstversuch.

  • Raubtier Fleischessen Weniger Fleisch, mehr Mitgefühl

    Menschen sind an den Fleischkonsum angepasst. Und Tiger haben auch kein Mitleid mit ihrer Beute. Wieso habe ich dann Gewissensbisse, wenn ich ein Schnitzel esse? Gerade weil ich ein Mensch bin. Und es ist besser, auf das Mitgefühl zu hören als auf den Gaumen. Ein biologistisches Plädoyer für den Fleischverzicht.

  • Hiltl vegetarische Metzgerei "Die Zürcher haben extrem emotional reagiert"

    Er führt laut Guinness-Buch das älteste vegetarische Restaurant der Welt. Nun hat Inhaber Rolf Hiltl die erste fleischlose Metzgerei in der Schweiz eröffnet. Ein Gespräch über vegetarische Riesengarnelen und veganen Sonntagsbraten.

  • Schlaraffenland ist heute

    Nie waren Lebensmittel so sicher, schmackhaft und gesund wie heute. Doch im Zeitalter der Fertiggerichte und Skandale verklären viele Menschen eine Vergangenheit, die es so niemals gab.

  • Zeigt her eure Einkäufe

    Was und wie kaufen die Menschen in Deutschland ein? Wir haben fünf SZ-Leser besucht und in ihre Kühlschränke geschaut. Regional, günstig oder exotisch - im Gespräch verraten sie, worauf sie beim Einkaufen und Essen Wert legen.

  • Bio-Produkte Versuch, eine weiße Weste zu kaufen

    Wer glaubt, er erwirbt mit Siegeln automatisch ein reines Gewissen, irrt. Bei Öko-Fleisch, -Gemüse oder -Obst sind Gut und Böse nicht immer klar voneinander zu unterscheiden. Und je mehr man hinterfragt, desto verwirrender kann es werden. Ein Selbstversuch.

  • Geheimsache Ekelessen

    Ratten, Dreck, Keime: Kontrolleure finden Verstörendes in Gaststätten. Wer gegen Vorschriften verstößt, dürfen die Bürger aber nicht wissen. Wieso ist Deutschland Transparenz-Entwicklungsland und was bringen Restaurant-"Smileys" in anderen Ländern? Zeit, über Pranger zu reden.

  • Gentechnik Supermarkt Versteckte Gentechnik im Supermarkt

    In der EU werden kaum genmanipulierte Pflanzen angebaut. Dennoch ist Grüne Gentechnik in Supermärkten omnipräsent. Die fehlende Transparenz ist politisch gewollt.

  • Tomaten Gemüse Lebensmittel Die Recherche "Der Preiskampf findet da statt, wo die Masse ist"

    Tomaten sind das meistverkaufte Gemüse in Deutschland. Entsprechend sensibel reagieren die Kunden, wenn die Preise in den Wintermonaten steigen. Welche Kosten bei Produktion und Transport entstehen und warum es ganz einfach ist, gute und günstige Tomaten zu kaufen.

  • Agraratlas Wo sich Deutschlands Schweine ballen

    Wo werden die meisten Schweine gehalten? Wie viel Bio wird in Ihrer Gegend angebaut? Und wo schuften die meisten Saisonarbeitskräfte auf den Feldern? Der Agrar-Atlas gibt Antworten.

  • "Die Tiere fühlen sich wohl"

    Was ist Massentierhaltung? Geflügelzüchter Michael Häsch hat uns mit Kamera in seinen Stall im bayerischen Dietramszell gelassen. Selbstverständlich ist das nicht. Manche Bauern fürchten, Tierschützer würden ihren Stall niederbrennen. Häsch sagt: "Bei mir muss keiner einbrechen, die Leute müssen nur klingeln."

  • Bye-bye, Bio

    Die Bio-Branche boomt und Johann Glockner war dabei. Seit kurzem kommt aus den Eutern seiner Kühe keine Bio-Milch mehr, obwohl sich in seinem Stall kaum etwas ändert. Warum? Eine Spurensuche im Grenzland zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft.

  • Bio-Produkte Die heiligen drei Buchstaben

    Öko-Landwirtschaft erscheint als Inbegriff des Guten. Hohe Erwartungen veranlassen Menschen, Bio-Produkte aus Gründen zu kaufen, die zweifelhaft oder schlicht unrealistisch sind. Was an Bio ist wirklich besser?

Sabrina Ebitsch, Team Die Recherche

© SZ.de/schma

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