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Wirtschaft kompakt:"Bavaria" zählt zu Holland

Bayerns Brauer scheitern vor Europas höchstem Gericht: Die niederländische Bavaria NV darf ihr Bier unter der gleichnamigen Marke verkaufen. Außerdem: Die Franzosen stechen die Bahn aus. Das Wichtigste in Kürze.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, die niederländische Brauerei habe den Markennamen Bavaria eintragen lassen, bevor die Ursprungsbezeichnung "Bayerisches Bier" geschützt wurde.

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Die Niederländer verwenden die Bezeichnung "Bavaria" für ihr Bier schon seit 1925. Und sie dürfen das - weiterhin so machen.

(Foto: dpa)

Die Niederländer verstoßen daher nicht gegen den Schutz der geografischen Angabe "Bayerisch". Nach der Deutung der komplizierten EU-Rechtslage durch den Gerichtshof liegt die Entscheidung über den Rechtsstreit zwischen dem Bayerischen Brauerbund und der Brauerei Bavaria NV nun beim Bundesgerichtshof.

Die deutschen Richter hatten den EuGH vor allem angerufen, um herauszufinden, ob der Schutz der Ursprungsbezeichnung bereits bei der Beantragung 1994 oder erst bei der Veröffentlichung der Entscheidung 2001 begonnen habe.

Die EU-Richter entschieden, dass der Bundesgerichtshof das Veröffentlichungsdatum zu berücksichtigen habe. Dies würde bedeuten, dass die niederländische Brauerei die Marke "Bavaria" weiter verwenden darf.

Die Niederländer verwenden die Bezeichnung "Bavaria" für ihr Bier schon seit 1925. Der Bayerische Brauerbund hatte das Unternehmen verklagt, um die Niederländer zur Löschung der internationalen Biermarke "Bavaria" zu zwingen.

Der Brauerbund hatte im September 1993 bei der deutschen Regierung einen Antrag auf Schutz der geografischen Bezeichnung gestellt. Die Bundesregierung reichte einen Antrag im Januar 1994 bei der EU-Kommission ein. Erst 1997 wurden die Unterlagen als vollständig betrachtet. Im Juni 2001 schließlich stimmte die Kommission im "vereinfachten Verfahren" dem Schutz der Herkunftsbezeichnung zu.

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