Skandale in der Finanzbranche – HSBC

Nicht nur Standard Chartered, auch eine andere britische Bank soll zwielichtige Geschäfte abgeschlossen haben: Der amerikanische Senat bezeichnete die Unternehmenskultur der HSBC als "durch und durch versaut" und gab an, ihre Geschäfte kämen einer Öffnung des Finanzsystems für Terroristen und Drogendealer gleich. Der US-Senat wirft der Bank vor, für mexikanische Drogenkartelle Geld gewaschen zu haben (den Bericht finden Sie hier). In den Jahren 2007 und 2008 sollen so sieben Milliarden Dollar von Mexico aus in die USA geflossen sein. Außerdem soll das Kreditinstitut den Vorwürfen zufolge mit Banken in Saudi-Arabien und Bangladesch kooperiert haben - welche die Terrororganisation al-Qaida finanziell unterstützen sollen. Bis zur letzten Gerichtsinstanz ließen es die Anwälte der HSBC den Streit gar nicht erst kommen, sondern einigten sich vorher auf eine Rekordzahlung von 1,9 Milliarden Dollar.

Bild: REUTERS 31. Dezember 2012, 14:212012-12-31 14:21:33 © Süddeutsche.de/ratz/jab