Facebook-Börsengang:Morgan Stanley zahlt Millionenstrafe

Wer wusste vor dem Börsengang, wie es Facebook finanziell wirklich geht? Die verantwortliche Bank Morgan Stanley hatte schlechte Zahlen nur Auserwählten weitergeleitet, urteilte jetzt ein US-Gericht. Die normalen Anleger zahlten dann die Zeche.

Die Pannen beim Facebook -Börsengang haben für den Konsortialführer Morgan Stanley finanzielle Konsequenzen. Der US-Bundesstaat Massachusetts verurteilte das US-Geldhaus zur Zahlung von fünf Millionen Dollar (PDF).

Der Vorsitzende der Finanzaufsicht von Massachusetts, William Galvin, begründete die Strafe damit, dass Banker von Morgan Stanley dem sozialen Netzwerk geholfen hätten, sensible Finanzinformationen selektiv zu streuen. Damit seien Analysten missbräuchlich beeinflusst worden.

Der auch von technischen Pannen begleitete Börsengang im Mai hat die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen und ist Gegenstand mehrerer Klagen. Die Citigroup wurde bereits zur Zahlung von zwei Millionen Dollar verurteilt.

Auch die umstrittene Senkung von Geschäftsprognosen durch Banken kurz vor dem Börsengang steht in der Kritik.

Die Facebook-Aktie war nach ihrer mit großer Euphorie erwarteten Erstnotiz schon bald wegen aufkommender Zweifel an den Geschäftsaussichten abgestürzt. In den Wochen seit September hat der Kurs jedoch wieder zugelegt. Zuletzt hatte Wal-Mart zum Black Friday, dem wichtigsten Shopping-Tag des US-Weihnachtsgeschäfts, 50 Millionen mobile Anzeigen geschaltet. Laut Wall Street Journal war dies die bisher größte Werbekampagne auf Smartphones.

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