Nobelpreisökonom Angus Deaton "Entwicklungshilfe wirkt negativ"

Angus Deaton bei der Nobelpreisverleihung im Jahr 2015.

(Foto: imago/SKATA)

Der Nobelpreisökonom Angus Deaton erklärt, warum Neid kein wirkliches Problem ist und warum er dem Westen schwere Fehler im Umgang mit den ärmeren Ländern der Welt vorwirft.

Interview von Alexander Hagelüken und Jan Willmroth

Immer mehr Menschen im Westen lehnen die Globalisierung ab. Dagegen setzt der Ökonom Angus Deaton in seinem Buch "Der große Ausbruch", das nun auf Deutsch erscheint, eine Erfolgsgeschichte: Wie Europäer und Amerikaner durch die Industrialisierung zu Wohlstand kamen. Und warum China und Indien vormachen, dass Marktwirtschaft und Freihandel für die armen Nationen nicht das Problem sind, sondern die Lösung.

SZ: Sie rechnen vor, der Lebensstandard Hunderter Millionen Menschen habe sich in den vergangenen 150 Jahren drastisch verbessert, die Lebenserwartung ...