Konjunktur - Neuss:Studie: Thüringen mit niedriger Insolvenzquote

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Frankfurt/Erfurt (dpa/th) - In Thüringen ist die Gefahr von Firmenpleiten bundesweit mit am niedrigsten. Auf 10 000 Unternehmen kamen im laufenden Jahr im Freistaat 31 Insolvenzen, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht. Eine niedrigere Insolvenzquote hatten demnach nur noch Brandenburg (28) und Bayern (30). Am höchsten war der Wert in Bremen (98).

Laut Creditreform blieb auch im zweiten Corona-Jahr die befürchtete Pleitewelle in der deutschen Wirtschaft aus. Die Zahl der Firmeninsolvenzen sei 2021 dank staatlicher Hilfsmilliarden bundesweit geschätzt um 10,8 Prozent auf das Rekordtief von 14 300 Fällen gesunken.

"Bei den Unternehmenspleiten haben wir den niedrigsten Wert seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 gemessen und zählen nur noch halb so viele Insolvenzen wie 2012", sagte der Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. Einen weiteren Rückgang der Firmenpleiten erwartet Creditreform im kommenden Jahr nicht.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg Creditreform zufolge in diesem Jahr hingegen sprunghaft um knapp 81 Prozent auf 76 500 Fälle. Die Wirtschaftsauskunftei führte dies insbesondere darauf zurück, dass viele Betroffene eine Gesetzesreform abgewartet hätten. Danach werden sie nun nach drei statt wie bisher nach sechs Jahren von ihren restlichen Schulden befreit.

© dpa-infocom, dpa:211208-99-304266/2

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