Sporthandel:"Wenn wir nicht sexy wären, wären wir auch nicht erfolgreich"

Lesezeit: 5 min

Sporthandel: Decathlon-Deutschlandchef André Weinert. Das Sportartikelgeschäft bietet auch Fahrräder an.

Decathlon-Deutschlandchef André Weinert. Das Sportartikelgeschäft bietet auch Fahrräder an.

(Foto: Decathlon/oh)

Mit billigen Sportartikeln verdient Decathlon viel Geld. Der Deutschlandchef erklärt, warum sein Laden trotzdem kein Discounter ist - und warum er sich besonders junge Familien als Kunden wünscht.

Interview von Uwe Ritzer

Um die Jahrtausendwende gehörte André Weinert, 42, zu den besten Delfinschwimmern des Landes. 1996 wurde er Junioren-Europameister und 2000 Dritter beim Weltcup in Berlin. Nach seiner sportlichen Karriere studierte Weinert Betriebswirtschaft und heuerte 2003 beim Sportartikelhändler Decathlon als Teamleiter in der Filiale Herne an. Von dort aus arbeitete er sich zum Deutschlandchef des französischen Konzerns hoch, der 2020 weltweit zehn Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete und zum Imperium der französischen Industriellenfamilie Mulliez gehört. Von Plochingen, einer 14 000 Einwohner zählenden Kleinstadt bei Stuttgart, mischt Decathlon seit geraumer Zeit den deutschen Sporthandel gewaltig auf. Allein seit 2018 verdoppelte das Unternehmen annähernd die Zahl seiner Filialen in Deutschland.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Digitalisierung
KI, unser Untergang?
Datenschutz
Staatliche Kontrolle durch die Hintertür
Woman  holds on to a sore knee after jogging; Knie Schoettle MAgazin Interview
Gesundheit
"Eine gute Beweglichkeit in der Hüfte ist das Beste für Ihr Knie"
Covid-19
30 Jahre alt - und das Immunsystem eines 80-Jährigen?
Bildungspolitik
Dieser Debatte können sich die Lehrer nicht verweigern
Zur SZ-Startseite