Tennis vor den Australian Open Julia Görges

Mit 24 Jahren ging für die Frau aus Bad Oldesloe ein Traum in Erfüllung: Sie kann sehen, ohne Brille oder Kontaktlinsen. Bei sechs Dioptrien war das bislang nur eingeschränkt möglich, ohne Hilfsmittel hätte sie in den Spielpausen den Weg zu ihrem Stuhl kaum gefunden. Nun entschloss sie sich zu einer Laser-Behandlung in einem Kieler Krankenhaus, und siehe da: "Ich kann sogar 120 Prozent sehen", frohlockte Julia Görges. Da kann es auch beruflich nur aufwärts gehen!

Auf Platz 18 beschloss sie das Jahr 2012, für 2013 nahm sie sich vor, endlich konstanter ihre Möglichkeiten auf dem Platz umzusetzen. Bislang sah das so aus: Niederlage in der zweiten Runde von Auckland, Niederlage in der ersten Runde von Sydney. Julia Görges war bei den großen Turnieren bisher das nicht gehaltene Versprechen unter den deutschen Tennis-Frauen.

Aus der Werbebroschüre

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Ihr Bewegungstalent, ihr "besonderer Spin in den Schlägen" (Rittner) befähigen sie zur Aufnahme in den elitären Kreis der Allerbesten. Wenn Rittner von einem möglichen Grand-Slam-Titel spricht, fällt auch der Name Görges. Doch deren Konzentrationsschwächen und Selbstzweifel verwehren ihr bislang den großen Wurf.