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Tennisspielerin Julia Görges:Aus Bad Oldesloe auf den Centre Court

Julia Görges galt schon früh als kommende Frau der deutschen Tennisszene, ihren größten Erfolg hatte sie in Wimbledon - jetzt hört sie auf. Ihre Karriere in Bildern.

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Day Eight: The Championships - Wimbledon 2018

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Moment des Innehaltens: Julia Görges hatte eine lange und phasenweise auch sehr gute Tennis-Karriere. Ihr wohl größter Erfolg war das Erreichen des Halbfinals von Wimbledon im Jahr 2018. Damals musste sie muss sich selbst erstmal sammeln, um zu begreifen, was sie geschafft hatte. Mit 3:6, 7:5, 6:1 gegen Kiki Bertens zog sie in London ins Semifinale ein - das sie danach leider verlor. Jetzt, über zwei Jahre später, hat sie ihren Rücktritt vom Profitennis bekannt gegeben.

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Schon sehr früh wurde Görges als großes Tennis-Talent gehandelt. Die Eltern Klaus und Inge haben ihre Julia schon mit fünf Jahren mit zum THC Blau-Weiß Bad Oldesloe genommen - und sie blieb dem Sport treu.

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Als sich Görges als 16-Jährige im Jahr 2005 dazu entschied, es als Tennisspielerin auf der Tour zu versuchen, kam schnell ein Fotograf für eine Homestory vorbei. Und so muss das Kinderzimmer einer späteren Profi-Turniersiegerin aussehen: mit Postern ihrer Idole Martina Hingis oder Anna Kurnikowa.

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Nach dem Realschulabschluss wurde aus der Schülerin Görges die Profi-Tennisspielerin Görges. Wie man sich über eine knappe Entscheidung empört, wusste sie jedenfalls schon mit 16 Jahren. 2006 sie erhielt eine Wildcard für die Qualifikation des Tennisturniers in Stuttgart - ihr erster großer Auftritt.

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Görges stand aber nie alleine im Fokus: Vor allem die etwa gleichaltrige Andrea Petkovic (rechts) ist eine ständige Begleiterin ihrer Karriere, bei den German Open 2007 traf sie auch auf mit Anna Lena Grönefeld (2.v.l.), Tatjana Malek (Mitte) und Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner.

Wimbledon 1. Runde - Julia Görges

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Die internationale Tennisszene nahm zum ersten Mal wirklich Notiz von der Norddeutschen nach ihrem Erstrunden-Match 2008 in Wimbledon. Da kämpfte sie mit der favorisierten Slowenin Katarina Srebotnik drei Stunden und 40 Minuten um den Sieg, und gewann das zweitlängste Frauen-Spiel der Turnier-Geschichte mit 4:6, 7:6, 16:14.

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Ende 2008 engagierte sie dann Sascha Nensel als neuen Trainer. Der hatte zuvor Nicolas Kiefer betreut und erklärte der nun 20-jährigen Görges, wie man den Sprung in die Weltelite schaffen kann: "Er hat mir gezeigt, wie man arbeiten muss, um fit zu werden. Und die Fitness ist eine wichtige Voraussetzung für diesen Sport", sagte Görges einmal.

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Es dauerte nicht lange, da erhielt die Karriere von Julia Görges weiteren Schwung. Ende 2009 belegte sie Platz 79 der Welt und im Juli gewann sie endlich ihr erstes WTA-Turnier: Im österreichischen Bad Gastein besiegte sie im Finale die Schweizerin Timea Bacsinszky. "Für diesen Moment haben wir jahrelang gekämpft", sagte sie danach.

Julia Görges

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Der April 2011 wurde dann zum Freudenmonat im Tennis-Leben der Julia Görges. Zuerst siegte sie zusammen mit ihren Freundinnen Anna-Lena Grönefeld, Andrea Petkovic und Sabine Lisicki im Fed-Cup gegen die USA und stieg mit dem Team in die Weltliga auf.

Finale WTA-Tour in Stuttgart

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Es folgte der völlig überraschende Triumph beim Stuttgarter Turnier 2011. Als der letzte Ball gespielt war, ging sie einfach zu Boden. Der Schlag, plötzlich das hochdotierte Event gewonnen zu haben, traf sie zu stark. "Ich weiß nur, dass ich gewonnen habe. Wie ich das gemacht habe, weiß ich nicht", sagte sie nach dem Erfolg über die damalige Nummer eins der Weltrangliste, Caroline Wozniacki.

WTA-Turnier Stuttgart

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Julia, genannt Jule, Görges spielte sich in der April-Woche von Stuttgart in die Weltspitze des Frauen-Tennis. Danach ging der Rausch weiter, in Madrid schlug sie noch einmal Wozniacki und scheiterte erst im Halbfinale. Vor den French Open belegte Görges Platz 18 der WTA-Rangliste und war erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier gesetzt. Doch genau wie in diesem Jahr scheiterte sie dort auch 2011 in der dritten Runde.

Olympics Day 2 - Tennis

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Bei den Olympischen Spielen 2012 in London sorgte Görges anfangs für eine Überraschung, als sie in der ersten Runde die damalige Nummer zwei der Welt, Agnieszka Radwanska, aus dem Turnier warf. Am Ende reichte es aber nicht für eine Medaille, denn sie scheiterte im Achtelfinale an Maria Kirilenko.

VICTORIA AZARENKA VS JULIA GOERGES

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In den Jahren darauf gab es für die starke Aufschlägerin immer wieder gute Phasen - etwa 2013, als sie zum zweiten Mal in Serie das Achtelfinale der Australian Open erreichte. Ebenso häufig schied Görges aber auch in der ersten Runde eines Turniers aus. 2015 trennte sie sich von Trainer Sascha Nensel.

Julia Görges

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2017 konnte Görges endlich wieder ein Turnier gewinnen, es war das WTA-Turnier in Moskau. Kurz darauf siegte sie auch bei der WTA Elite Trophy in Zhuhai. Es sollte die beste Phase ihrer Karriere folgen.

2017 ASB Classic Women's - Day 7

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Beim Sieg in Auckland 2018 gewann Görges tatsächlich ihr drittes Turnier in Serie. Sie besiegte abermals Caroline Wozniacki und zog erstmals in die Top10 der Weltrangliste ein. Bei den Australian Open schied sie zwar in der zweiten Runde aus, doch in Sank Petersburg unterstrich sie mit dem Halbfinaleinzug ihre gute Form.

Wimbledon 2018

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Dann folgte Wimbledon 2018, wo sie stark spielte - vielleicht sogar so stark wie nie. Görges trat gefestigt und nervenstark auf - manche zählten sie sogar schon zu den Mitfavoritinnen um den Titel. Doch Serena Williams war am Ende zu stark. Sie gewann in diesem Jahr noch das Turnier in Luxemburg und Anfang 2019 in Auckland, ihr heimliches Lieblingsturnier. Es folgten Trainerwechsel und einige weniger gute Ergebnisse. Sie hatte viel Zeit zum Nachdenken. Jetzt hört sie auf.

© SZ.de/jbe

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