Personalpläne beim BVB:Gespräche mit Immobile laufen

Lesezeit: 3 min

Als Konkurrent von Dortmund wird vor allem Atlético Madrid gesehen, das seinen Torjäger Diego Costa für angeblich 60 Millionen Euro an den FC Chelsea abgeben dürfte und den Markt ebenso nach Ersatz sondiert wie der BVB. Die Transferrechte für den schnellen, bulligen und spieltaktisch sehr gut ausgebildeten Immobile sind zu je 50 Prozent aufgeteilt zwischen seinem aktuellen Klub AC Turin und Juventus Turin, wo der Torjäger ausgebildet wurde.

Sein Berater Marco Sommilla hatte der SZ bereits bestätigt, dass es Gespräche mit dem BVB gebe und Immobile "gerne zu so einem großen Klub wie Dortmund" gehen würde. Angesichts der Gemengelage um die Transferrechte scheint der BVB aber in der Sache alle Stellungnahmen zu blocken.

Finanziell zumindest wird der Transfer aber wohl als machbar eingeschätzt - sonst müssten sich die Scouts der Borussia nicht so intensiv mit Immobile beschäftigen. Der Klub hatte schon seit dem letzten Jahr, als fest stand, dass Robert Lewandowski nicht beim BVB bleiben wird, Rücklagen gebildet, um einen großkalibrigen Ersatz für den Polen beschaffen zu können. Immobiles Marktwert wird auf 12 bis 15 Millionen Euro taxiert.

Dortmund scheint bei der Mittelstürmer-Frage vorerst weiterhin mehrgleisig unterwegs zu sein: Unter anderem dürfte der von Chelsea derzeit an den FC Everton ausgeliehene Belgier Romelu Lukaku ebenso im Fokus bleiben wie Nachwuchsstürmer Alvaro Morata von Real Madrid. Die Borussia bemüht sich außerdem um den 21-jährigen Jung-Nationalspieler Matthias Ginter vom SC Freiburg.

Auch mit der Rückkehr von Shinji Kagawa, vor zwei Jahren vom BVB zu Manchester United gewechselt und dort bisher selten zum Zuge gekommen, liebäugeln die Westfalen offenbar weiterhin. Allerdings hat sich Marco Reus in den vergangenen Wochen (und auch gegen Mainz 05) auf der "Zehner"-Position so massiv in den Vordergrund gespielt, dass für den Japaner in dieser neuen Konstellation nicht allzu viel Platz bliebe.

Gut möglich, dass Shinji Kagawa durch sein zögerliches Verhalten den richtigen Zeitpunkt für ein Comeback beim BVB schon verpasst hat.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema