WM in Katar:Bitte moralisch abrüsten!

Lesezeit: 3 min

WM in Katar: Der DFB und seine europäischen Partner wollten wenigstens ein kleines Zeichen setzen, haben das aber vor allem miserabel vorbereitet.

Der DFB und seine europäischen Partner wollten wenigstens ein kleines Zeichen setzen, haben das aber vor allem miserabel vorbereitet.

(Foto: Laci Perenyi/Imago)

Wenn es um Symbole und Maximalforderungen geht, sind die Deutschen besonders eifrig - auch in ihrem Furor gegen die Nationalelf und die WM in Katar. Zeit, ein paar Dinge geradezurücken.

Kommentar von Claudio Catuogno, Doha

Das Stadion liegt in tiefer Dunkelheit, nur 20 000 Grabkerzen beleuchten die Szenerie. Auf dem Rasen liegen 6500 mit Sand gefüllte Fußbälle. Es ist ein Mahnmal, das der "vielen Tausend Arbeitsmigranten" gedenken soll, "die auf den Baustellen der Fifa-WM in Katar gestorben sind" - aufgebaut im Stadion am Schloss Strünkede in Herne. Dankenswerterweise stellt der Initiator, die Arbeiterwohlfahrt, Bezirk Westliches Westfalen, umfangreiches Bildmaterial per Downloadlink zur Verfügung, inklusive Drohnenaufnahmen bei Nacht. Bringt ja auch nichts, so eine Installation, wenn sie nicht schick in Szene gesetzt wird.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Man with notebook on bed in hotel room; Diary
Gesundheit
»Wenn man seinen Ängsten aus dem Weg geht, wird alles nur schlimmer«
We start living together; zusammenziehen
Beziehung
"Die beste Paartherapie ist das Zusammenleben"
Medizin
Ist doch nur psychisch
Elternschaft
Mutterseelengechillt
Migräne
Gesundheit
Dieser verdammte Schmerz im Kopf
Zur SZ-Startseite