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FC-Bayern-Weggang Schweinsteiger:Fußballgott wandert aus

Bastian Schweinsteiger FC Bayern

Ausnahmsweise keine Heuchelei im Fußballgeschäft: Bastian Schweinsteiger und das Klubwappen des FC Bayern.

(Foto: dpa)

Wie konnte es so weit kommen? Bastian Schweinsteiger verlässt nach 17 Jahren den FC Bayern. Der Klub ist äußerst bemüht, alles in Harmonie und Einklang zu vollziehen. Oder ist doch der Trainer schuld?

Woher Karl-Heinz Rummenigge angefahren kam, dieses Geheimnis wurde nicht gelüftet. Jedenfalls stand er im Stau, obwohl rund um das Münchner Stadion weit und breit kein Badesee ist. Es dauerte also, bis der Vorstandsvorsitzende das öffentlich aussprechen konnte, was alle erwarteten.

Um 14.24 Uhr kam Rummenigge in den Presseraum der Allianz Arena, wo gerade Sportchef Matthias Sammer die Spieler Joshua Kimmich und Douglas Costa vorstellte. Kimmich und Costa sind aktuelle Zugänge, und ein Zugang beim FC Bayern ist immer aufsehenerregend. Doch diesmal interessierte nicht der erste Tag von Kimmich oder Costa - sondern der letzte von Bastian Schweinsteiger.

Rummenigge verkündete, dass Bastian Schweinsteiger nach 17 Jahren den Klub verlässt. Der 30-Jährige wird, wenn beim Medizin-Check nichts mehr schief geht, zu Manchester United und dem ehemaligen Bayern-Trainer Louis van Gaal wechseln. Als Weltmeister, Champions-League-Sieger, achtfacher Meister, siebenfacher Pokalsieger. In Kolbermoor geboren, in Oberaudorf aufgewachsen, von den Fans "Fußballgott" genannt. Ein Spieler des Volkes, eine Ikone.

Bastian Schweinsteiger Schweinsteiger verlässt FC Bayern
Überblick
Nach 17 Jahren

Schweinsteiger verlässt FC Bayern

Nach 17 Jahren beim FC Bayern wechselt Bastian Schweinsteiger den Klub: Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bestätigt den Transfer des 30-Jährigen zu Manchester United.

"Sehr fair" nennt Rummenigge die Transferinhalte

Dem Vorstandsvorsitzenden war wohl ein wenig mulmig zumute, denn er ahnte, dass er diesen Schritt ausführlich erklären musste. Wie konnte es soweit kommen?

"Bastian und ich", begann Rummenigge, "wir hatten uns ja verabredet, nach seinem Urlaub ein Gespräch zu führen." Am Freitag war es soweit. "Es war ein sehr seriöses und ausführliches Gespräch." Darin habe ihn Schweinsteiger gebeten, dass sich der FC Bayern mit Manchester auf einen Wechsel einigen solle. "Wir haben dem Wunsch entsprochen. Der Kollege von Manchester hat heute Kontakt aufgenommen. Wir haben uns im Laufe des Tages auf einen Transfer verständigt."

Beim englischen Rekordchampion soll Schweinsteiger einen Dreijahresvertrag bis 2018 erhalten. Das Gehalt soll dabei mit etwa zehn Millionen Euro jährlich unverändert bleiben, die Ablösesumme laut britischen Medien 21 Millionen Euro betragen. "Sehr fair" nannte Rummenigge die Transferinhalte.

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Nach 17 Jahren beim FC Bayern wechselt Bastian Schweinsteiger zum englischen Rekordmeister Manchester United. Wie konnte es soweit kommen?   Diskutieren Sie mit uns.

Dem FC Bayern ist es in dieser Causa sehr wichtig, dass alles in Harmonie und Einklang mit dem 30-Jährigen geschah. Der Klub weiß um die Außenwirkung. Viele Fans sind sauer, in Internetforen und auch während der anschließenden Teampräsentation im Stadion äußerten sie ihren Unmut. Rummenigge wog seine Worte ab und betonte immer wieder, dass es Schweinsteigers Wunsch war, jetzt einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Das hätten auch schon andere Ikonen des Klubs gemacht, Rummenigge führte Beckenbauer auf und auch sich selbst. Und für Schweinsteiger werde es nach dem Karriereende ein Abschiedsspiel in München geben und eventuell eine Zukunft im Klub für eine "zweite Karriere".