Stripsenkopf und Feldberg in Tirol

Am großen Parkplatz an der Griesner Alm treffen Ende April, Anfang Mai zwei Welten aufeinander: Die einen haben noch nicht genug vom Schnee und tragen ihre Ski in die zwischen den Felswänden des Wilden Kaisers versteckten Schneekare hinauf. Die anderen, in Bergschuhen und mit Stöcken, freuen sich auf die Wandersaison und die frischen Farben des Frühlings. Von hier aus geht die Kammwanderung über Stripsenkopf (und das Stripsenjochhaus) und Feldberg (1813 m) vor einmaliger Kulisse los. Vielleicht bremst das eine oder andere Schneefeld noch das Vorwärtskommen, aber dank der südseitigen Ausrichtung werden die Überreste des Winters täglich kleiner, die Blütenpracht dagegen wird immer üppiger. Dort, wo gerade der Schnee geschmolzen ist, leuchten zart lila blühende Alpenglöckchen, im felsigen Gipfelbereich dagegen faszinieren Aurikel mit ihrem kräftigen Gelbton. Auf dieser Panoramatour haben Wanderer die hohen Felsabbrüche des Wilden Kaisers immer im Blick.

Informationen

Anfahrt: Inntalautobahn bis Ausfahrt Oberaudorf, über Niederndorf, Walchsee, Kössen nach Griesenau, Abzweigung nach rechts und auf der mautpflichtigen Straße durch das Kaiserbachtal zum Parkplatz bei der Griesner Alm.

Anforderung: Mittlere Bergwanderung vor großartiger Kulisse. Im Frühjahr droht bei der Querung einiger Schneefelder Abrutschgefahr. Nach schneereichen Wintern besser erst nach Mitte Mai.

Zeit: 5 bis 6 Stunden

Tourist-Info: www.kaiserwinkl.com

Bild: TVB Kaiserwinkl/Tirol 6. Juni 2014, 15:132014-06-06 15:13:47 © SZ.de/cag/leja