Massentourismus

Aus einer Expedition zum Mount Everest ist schon längst ein Geschäft mit den Massen geworden. Viele professionelle Bergsteiger wie Reinhold Messner ("Everest-Betrug ist Selbstbetrug") oder Gerlinde Kaltenbrunner ("Das hat dieser Berg nicht verdient") schreckt ab, was sich auf dem Dach der Welt inzwischen abspielt. Allein das Umweltproblem ist immens: Je mehr Menschen zum Mount Everest kommen, desto mehr Müll lassen sie zurück. Menschen, die ihre Kräfte zum Überleben aufsparen müssen, ist die Umwelt meist egal. Unterm Schnee liegen daher tonnenweise leere Sauerstoffflaschen oder Zelte. Bislang mussten alle eine Kaution von 4000 Dollar hinterlegen, die nur zurückbekam, wer alles, was er mitgenommen hatte, wieder ins Basislager brachte. Das nachzuprüfen war jedoch schwer. Seit April sollen Bergsteiger mindestens acht Kilogramm Abfall wieder zurück ins Basislager bringen - und so eine weitere Vermüllung verhindern, verkündete das Tourismusministerium in Kathmandu. Aber der Müll ist nicht das einzige Problem im Basislager des Mount Everest.

Bild: AFP 30. April 2014, 07:442014-04-30 07:44:01 © SZ.de/kaeb/leja