Um den Aufstieg zu erleichtern und die gefährlichen Verzögerungen zu minimieren, sind auf der Route zum Gipfel Fixseile installiert, an denen sich die Bergsteiger wie Ameisen entlangziehen. An schwierigen Passagen wollen Expeditionsführer künftig zusätzlich Seile anbringen, am Hillary Step (im Bild), einer zwölf Meter hohen Felsstufe kurz vor dem Gipfel, sollen Leitern befestigt werden. Aber das ist ein Teufelskreis: Denn durch die zusätzlichen Erleichterungen trauen sich immer mehr Bergsteiger die Tour zu, was wiederum das Geschäft mit dem höchsten Berg der Welt weiter ankurbelt. Viele Profis kritisieren diese Entwicklung: "Man hat den Berg in Ketten, in Seile und Leitern gelegt, und deshalb ist er für alle zugänglich. Es hat mit klassischem Alpinismus nichts zu tun", sagte etwa Bergsteiger Reinhold Messner im Deutschlandfunk.

Bild: AFP 30. April 2014, 07:442014-04-30 07:44:01 © SZ.de/kaeb/leja