bedeckt München

Flughafen-Ranking 2014:Airports zum Davonlaufen, Airports für die Ewigkeit

Übernachten auf dem Flughafen Schlafen Passagiere Terminal

Wenn es nicht anders geht, kann auch das Übernachten am Flughafen je nach Airport variieren.

(Foto: dpa)

Die Hassliebe, die Menschen Flughäfen entgegenbringen, produziert nicht zuletzt interessante Rankings. Eines davon beurteilt, wie unangenehm lange Aufenthalte sein können. Oder wie wundervoll.

Mal ist der Flieger verspätet, mal überbucht, nicht zu vergessen technische Pannen und natürlich Streiks. Menschen an Flughäfen müssen mit allem Möglichen rechnen, und allzu oft heißt es warten.

Wenn gar eine unfreiwillige Übernachtung daraus wird, ist je nach Ort alles denkbar - die reine Tortur oder aber ein überraschend entspannendes Erlebnis. Auf der Internetseite sleepinginairports.net beurteilen Reisende Airports seit Jahren nach ihrer Bequemlichkeit und sogar Schlaftauglichkeit. Auch für 2014 gibt es nun die Top 10, an welchen Flughäfen Sie am schlechtesten aufgehoben sind - und an welchen am besten.

Die schlechtesten Airports 2014

Der kleine italienische Flughafen Bergamo Orio al Serio/Il Caravaggio bei Mailand hatte schon 2013 die zweifelhafte Ehre, ganz vorne im Negativranking dabeizusein. In diesem Jahr bleiben viele Reisende bei der Auffassung, die einzige Art, ihn zu verbessern, wäre, ihn zu zerstören und ganz neu aufzubauen.

Auch der Benazir Bhutto International Airport im pakistanischen Islamabad bekommt sein Fett weg: Dort gehe es zu wie in einem Gefängnis. Die Security-Checks seien aggressiv, es mangle erheblich an Sauberkeit, Ausstattung und an Freundlichkeit sowieso. Lichtblick sei lediglich, dass die Fertigstellung eines neuen Flughafens für die Stadt für Mitte 2016 angesetzt ist, so die abschließende Beurteilung.

Dem Jeddah King Abdulaziz International Airport in Saudi-Arabien wird derweil nachgesagt, die Sicherheitsbeamten hielten lieber einen ausgiebigen Tratsch, anstatt die Hunderten Wartenden in der Schlange vor sich abzufertigen. Am New Yorker La Guardia Airport kostet die Security ebenfalls viele Nerven: "Wenn man da durch ist, braucht man ziemlich dringend ein Bier. Aber Moment mal! Geht ja nicht, weil die Bar auf der anderen Seite ist", lästert ein Reisender.

Weitere Flughäfen zum Davonlaufen sind laut sleepinginairports.net Kathmandu in Nepal, Ninoy Aquino im philippinischen Manila, Tashkent in Usbekistan, Paris Beauvais-Tille sowie der kleine Hahn Airport bei Frankfurt. Wobei den beiden letzteren nicht nur jegliche Bequemlichkeit sondern sogar das Recht abgesprochen wird, den Namen Paris beziehungsweise Frankfurt zu tragen (aufgrund ihrer Abgelegenheit).

Und so sehr die Berliner ihren geliebten Flughafen Tegel auch vermissen werden, zum Verweilen eignet sich auch dieser Flughafen nur mäßig. Helles Licht, die Metallsitze und ständige Unruhe würden Passagiere hier vom Schlafen abhalten, heißt es in einer Beurteilung.

Ausschlaggebend waren Bewertungen von Reisenden zwischen September 2013 und August 2014 bezogen auf Bequemlichkeit, Ausstattung, Sauberkeit und Service - beziehungsweise auf deren Abwesenheit.

Wem jetzt bereits die Lust am Fliegen vergangen ist, braucht sich nicht zu sorgen: Auf der nächsten Seite erfahren Sie, wo sich ein Airport-Aufenthalt "lohnt".

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema