Filmreif in den UrlaubSchöner Reisen dank Kino

In Tokio sich selbst finden wie Scarlett Johansson und Bill Murray, Kofferpacken wie ein Hobbit und Feinschmecken wie Mr. Bean in Paris. Wobei, Letzteres lieber nicht. Was Touristen von Filmfiguren lernen können.

Von Irene Helmes

Film-Tipp 1: Nerven Sie Einheimische nicht mehr als nötig

"Ja, bontschorno!" "Heinz-Rüdiger, da geh her!" Mit Familie Löffler in "Man spricht deutsh" hat Gerhard Polt den Eskapaden deutscher Pauschalurlauber ein Denkmal gesetzt, für die Urlaub letztlich nur die Fortsetzung des Alltags mit anderen Mitteln ist. Den lästigen Einheimischen zum Trotz, versteht sich. Wer gedanklich die Adria mit Thailand ersetzt und den Achtzigerjahre-Bayern ein paar iPhones in die Hand drückt, kann in der Strandposse vielleicht mehr Gegenwart erkennen als gedacht. Am Ende sogar auch sich selbst? Diese tückische Frage kann nur beantworten, wer sich auf Reisen ab und an mal kritisch selbst zuhört. Haben Sie nicht nötig? Nun, Erwin und Irmgard halten sich auch für vorbildliche Gäste.

Im Bild: Gerhard Polt und Gisela Schneeberger in "Man spricht deutsh" (1988)

Bild: Imago Stock&People 29. Oktober 2014, 14:552014-10-29 14:55:55 © SZ.de/kaeb/mikö