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Ein Tag im Schnee:Entspannen: Langlauf im Bayerischen Wald

In Passau sind die Wiesen noch grün und durchsetzt mit Maulwurfshügeln. Aber kaum fährt man hinter und hinauf in den Bayerischen Wald, ist es tatsächlich weiß. Langlaufen kann man hier, hinein bis in den Böhmerwald und durch den Nationalpark. Hunderte Kilometer, Hügel auf, Hügel ab durch Fichtenwald. Auch Monokulturen können ihren Reiz haben. Der lässt sich abseits der Loipe sogar noch schöner erkunden, im Tiefschnee, mit Schneeschuhen. Sehen die Förster zwar nicht unbedingt gern. Aber das Wild auf dem Haidel - dem Hausberg der Orte Freyung, Waldkirchen und Jandelsbrunn - zieht es im Winter ohnehin in tiefere Lagen, wo es gefüttert wird.

Im Hochwald indes biegen sich die Äste unter der Schneelast. Das Gehen ist entspannt: Niemand hetzt, niemand spricht. Bleibt man stehen, hört man: nichts. Nicht einmal den Wind, der vor dem Wald noch den Schnee herumgewirbelt hat, "gwachelt", wie sie hier sagen.

Am Abend fällt der Schnee dann sanfter, es "flinselt" nur noch, und über dem Hotpot schmelzen die Flocken in der Luft. Das Wasser im 600-Liter-Holzfass, das vor dem Zimmer steht, ist auf Körpertemperatur erwärmt, man kann Blubberblasen anschalten oder Licht, das von Blau über Lila zu Rot changiert. Das Blau ist nett, das Rot gewöhnungsbedürftig. Eher etwas für Paare im Pot. Also weg mit dem Licht, weg mit dem Sprudel. Stilles Wasser in stiller Nacht.

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