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Opioide:"Die Pharmafirmen haben uns missbraucht"

The Wider Image: Boston-area paramedics face front lines of U.S. opioid crisis

Mancherorts wurden ganze Straßenzüge regelrecht verseucht: Rettungseinsatz wegen einer Opioid-Überdosis in einem Vorort von Boston.

(Foto: Brian Snyder/Reuters)

900 Menschen sterben in den USA pro Woche infolge der Opioid-Epidemie. Zwei Ärzte berichten, warum man die Pillen jahrelang wie Zuckerbonbons verschrieb.

Die Morgenvisite an diesem Frühjahrstag im Jahr 1999 war gerade vorüber, als Mike Schmidt plötzlich ein ungeheuerlicher Gedanke durch den Kopf schoss. Eben noch hatte sich der Patient im Zimmer 419 vor Schmerzen gekrümmt und vehement nach einem starken Medikament verlangt, nun schallten aus demselben Zimmer lautes Geschnatter und Gelächter über den Flur. Als Schmidt, damals Facharztanwärter in einer New Yorker Klinik, die Tür öffnete, sah er den jungen Mann quietschfidel im Bett herumalbern, seine Freunde fläzten sich auf dem Boden und auf der Fensterbank. "Ich dachte auf einmal: Was, wenn der gar nicht krank ist, sondern nur so tut, um an das Rezept für ein opioidhaltiges Mittel zu kommen?", erzählt der mittlerweile 51-Jährige.

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