SZ Espresso Nachrichten am Morgen - die Übersicht für Eilige

Italiens Premier Conte und seine beiden Stellvertreter Di Maio und Salvini

(Foto: AFP)

Was heute wichtig ist und wird.

Von Magdalena Pulz

Was wichtig ist

Italiens Premier zwingt Innenminister Salvini in die Verantwortung. Conte redete seinen beiden rivalisierenden Vizes, Salvini und Di Maio, am Montag ins Gewissen: Die populistische Regierung aus Lega und Cinque Stelle ist innerlich zerrissen. In den Zeitungen kursiert bereits ein Termin für vorgezogene Neuwahlen, schreibt Oliver Meiler.

Demonstranten fordern Rücktritt des tschechischen Premierministers. Andrej Babiš, der zweitreichste Mann Tschechiens, hat für seine Firma EU-Subventionen in zweistelliger Millionenhöhe erhalten. Die EU-Kommission war zu dem Schluss gekommen, dass der Premier in einem Interessenkonflikt steckt. Zur Nachricht

EXKLUSIV Ökonomen fordern, Geringverdiener mehr zu unterstützen. Menschen mit geringeren Einkommen leben meist kürzer als Besserverdiener und können so von ihren eingezahlten Beiträgen weniger profitieren. Dies zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Zu den Einzelheiten

Für ein Visum für die USA müssen künftig Informationen von sozialen Medien offengelegt werden. Dabei geht es um alle Informationen, die auf sozialen Medien gesammelt wurden - auch die, die Bekannte betreffen. Egal, ob die das gut finden oder nicht. Von Christian Zaschke

Elf Verletzte bei Unfall mit Heißluftballon. Der Ballon gerät im Sauerland bei der Landung plötzlich ins Trudeln, stürzt ab und überschlägt sich. Bei zwei Passagieren sind die Verletzungen durch den Brenner lebensgefährlich.Zur Meldung

Siemens gerät in den Fokus der US-Börsenaufsicht. Der Konzern soll beim Verkauf teurer Medizingeräte Zwischenhändler eingesetzt haben, die Verantwortliche in öffentlichen chinesischen Krankenhäusern bestochen haben. Auch gegen den US-Konkurrenten General Electric wird ermittelt. Zu den Details

Was wichtig wird

Parlamentswahl in Dänemark. Umfragen zufolge steht den Dänen ein Regierungswechsel bevor. Favorit auf den Wahlsieg sind die Sozialdemokraten, deren Parteichefin Frederiksen als neue Regierungschefin gehandelt wird. Das liegt zum Teil auch daran, dass die Sozialdemokraten in der Ausländerpolitik offen mit Positionen des rechtspopulistischen Lagers flirten, berichtet Kai Strittmatter.

Trump bei D-Day-Gedenkveranstaltung. Am dritten Tag seines Besuchs im Vereinigten Königreich nimmt der US-Präsident an der Gedenkveranstaltung am Vortag zum 75. Jahrestag des D-Day, der Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg, teil. Auch die Queen, die britische Premierministerin May, kanzlerin Merkel und weitere Vertreter der damals beteiligten Staaten werden erwartet.

EU-Kommission berät über Defizitverfahren gegen Italien. Die Staatsverschuldung von etwa 133 Prozent der Wirtschaftsleistung liegt deutlich über dem erlaubten Wert von 60 Prozent. Brüssel prognostiziert, dass Italien 2019 ein Defizit von 2,5 Prozent anhäuft. Für 2020 werden 3,5 Prozent errechnet, was ein Bruch des Stabilitäts- und Wachstumspaktes wäre. Sollte die EU-Kommission ein Strafverfahren einleiten, könnten milliardenschwere Geldbußen oder die Streichung von EU-Hilfen auf das Land zukommen.

Wahl des Fifa-Präsidenten. Amtsinhaber Infantino strebt beim Fifa-Kongress in Paris die Wiederwahl für eine zweite Amtszeit bis 2023 an. Die Bestätigung an der Spitze des Fußball-Weltverbandes gilt für den 49 Jahre alten Schweizer als sicher, allen Skandalen zum Trotz: Er tritt ohne Gegenkandidat an. Der Deutsche Fußball-Bund will für Infantino stimmen. Die Frage, wie er überhaupt ins Amt kam und sich dort halten kann, führt zu einem Krimi, schreiben Johannes Aumüller und Thomas Kistner.

Frühstücksflocke

Die wohl längste Fußgängerbrücke der Welt entsteht in Oberfranken. Der Hofer Kreistag hat den Bau einer 1000 Meter langen Hängebrücke über das Höllental beschlossen. Jahrelang hat die Region darüber diskutiert, denn: Die Brücke führt mitten durch ein Naturschutzgebiet. Von Olaf Przybilla