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München: Der Marienplatz während der Corona-Pandemie im Mai 2020

Menschen in der zahlreich bevölkerten Münchner Fußgängerzone nach der schrittweisen Lockerung des Shutdowns in der Corona-Krise.

(Foto: Sebastian Gabriel)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Matthias Kohlmaier

Was wichtig war

Deutsche-Bank-Aktie bricht ein. Nach den Enthüllungen der FinCEN-Files zu Geldwäsche im großen Stil geraten die Aktien vieler beteiligter Banken unter Druck. Das größte deutsche Kreditinstitut steht im Rahmen der Enthüllungen der SZ und des ICIJ auch wegen der Geschichte um den Banker Colin Fan vor Problemen, der von seinem Arbeitgeber wegen Insiderhandel angezeigt worden war - obwohl er eigentlich in den Vorstand hätte aufsteigen sollen (SZ Plus). Ulrich Schäfer spricht in seinem Kommentar zu dem Geldhaus vom Absturz einer Ikone (SZ Plus). Hier finden Sie weitere Informationen zu den FinCEN-Files.

EXKLUSIV Wie Skandalfirmen die Mitbestimmung aushebeln. Viele deutsche Unternehmen nutzen Lücken im Mitbestimmungsgesetz aus, um zu vermeiden, dass Arbeitnehmervertreter in ihren Aufsichtsrat einziehen. Eine Studie der Gewerkschaften zeigt am Beispiel des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard und des Fleischkonzerns Tönnies auf, wie solche Gesetzeslücken ausgenutzt werden. Von Harald Freiberger (SZ Plus)

EXKLUSIV In Deutschland gibt es im Fall Nawalny vorerst keine strafrechtlichen Schritte. Mit enormem Aufwand hat die Bundesregierung Beweise für eine Vergiftung des russischen Oppositionellen gesichert. Doch Experten sagen, Deutschland könne und dürfe sich nicht zum Weltpolizisten aufschwingen und sich auf die sogenannte universelle Zuständigkeit nach dem Völkerstrafgesetzbuch berufen. Von Ronen Steinke

Zypern blockiert EU-Sanktionen gegen Belarus. Oppositionsführerin Tichanowskaja fordert vergeblich Strafmaßnahmen. Zypern will jedoch nicht zustimmen, weil es nicht ähnliche Schritte gegen die Türkei gibt. Von Matthias Kolb

EU sanktioniert Verstöße gegen Libyen-Embargo. Damit soll der Druck auf Unternehmen erhöht werden, die Schiffe, Flugzeuge oder Transportmittel für Kriegsmaterial bereitstellen. Konkret geht es um drei Firmen aus der Türkei, Jordanien und Kasachstan sowie um zwei Personen aus Libyen. Die beschlossenen Sanktionen umfassen Reise- und Vermögenssperren. Zur Nachricht

Coronavirus

München verschärft Corona-Maßnahmen. Wegen steigender Infektionszahlen führt die Stadt von Donnerstag an eine Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen ein, etwa dem Marienplatz und dem Viktualienmarkt. Zudem dürfen sich auch nur noch fünf Personen treffen oder zwei Haushalte oder Familien, schreibt Jakob Wetzel. Am Dienstag will Ministerpräsident Söder auch die Regeln für ganz Bayern verschärfen. Von Andreas Glas

Mehr neuinfizierte Migranten auf Lesbos. Auf der griechischen Insel sind bislang 243 Migranten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Im Vereinigten Königreich reagiert man in Wales auf die steigenden Infektionszahlen mit einer Verschärfung der Maßnahmen. Die Nachrichten aus aller Welt

Lufthansa muss massiv sparen. Die Corona-Pandemie trifft den Konzern noch härter als bislang angenommen. Lufthansa will deshalb Tausende weitere Stellen und Dutzende Flugzeuge einsparen. Wegen der prekären Lage macht die Lufthansa derzeit im laufenden Geschäft jeden Monat etwa 500 Millionen Euro Verlust. Von Jens Flottau

Außerdem wichtig:

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Bleibt bei den Fakten. So schwer es fällt, im US-Wahlkampf nicht Partei zu ergreifen - die Wissenschaft sollte sich mit Wahlempfehlungen zurückhalten. Kommentar von Julian Rodemann

Leak enthüllt globales Versagen im Kampf gegen Geldwäsche. Unterlagen aus dem US-Finanzministerium zeigen die Versäumnisse von Banken und Behörden. Auch über die Deutsche Bank liefen verdächtige Milliardengeschäfte. Von Mauritius Much, Frederik Obermaier, Meike Schreiber und Jan Willmroth

Ein Erfolg für Peking. Erst jetzt, auf den letzten Metern von Trumps erster Präsidentschaft, scheint Peking einen Weg gefunden zu haben, diesen notorisch unberechenbaren Mann halbwegs einzuhegen. Kommentar von Christoph Giesen

SZ-Leser diskutieren​

Doping - wie gewinnt der Spitzensport das Vertrauen zurück? "Bekämpfen kann man diesen Betrug nur, wenn man konsequent dafür sorgen würde, dass die Risiken und Kosten für die Doper und ihre Medizinmänner deutlich höher sind als die Gewinne", meint Leser raskolnikov. kme-martin fragt: "Will er das denn, der Spitzensport? Würden Fans denn eine Tour sehen und die Medien eine solche übertragen wollen, bei der die Spitzenfahrer die langsamsten seit 30 Jahren sind?" Er findet: "Da müssen wir uns auch als Konsumenten ein Stück weit ehrlicher machen und uns an die eigene Nase fassen." Hustensaft sieht das ähnlich und schlägt vor: "Flächendeckende neutrale Kontrollen, immer im Vier-Augen-Prinzip und am besten sogar durch zwei voneinander unabhängige Institute." Dies wäre allerdings "teuer und ist wahrscheinlich auch gar nicht gewollt, denn es könnte durchaus sein, dass damit die Leistungen ein ganzes Stück zurückgingen." Diskutieren Sie mit.

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