bedeckt München 20°

Annegret Kramp-Karrenbauer:"Ihr Dienst verlangt Unterstützung, und zwar von mir zuallererst"

-

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, die neue Verteidigungsministerin und die Kanzlerin.

(Foto: AFP)

Der erste große Auftritt der neuen Verteidigungsministerin: Kramp-Karrenbauer sichert den Soldaten beim feierlichen Gelöbnis ihre Hilfe zu - und erinnert an den Widerstand gegen das NS-Regime.

Mit einem feierlichen Gelöbnis von 400 Bundeswehrrekruten hat die Bundesregierung zum 75. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler an den Widerstand gegen das NS-Regime erinnert. Die neue Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sicherte den Soldaten der Bundeswehr bei dem Festakt auf dem Paradeplatz des Verteidigungsministeriums in Berlin ihren vollen Einsatz für deren Belange zu.

"Mit Ihrem heutigen Gelöbnis stärken Sie die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie", sagte Kramp-Karrenbauer. Dank dafür alleine reiche nicht. "Ihr Dienst verlangt Respekt! Ihr Dienst verlangt Wertschätzung! Ihr Dienst verlangt Unterstützung, und zwar von mir zuallererst." Sie wisse, Deutschland könne sich auf die Soldaten verlassen. "Und ich sage Ihnen: Sie können sich auf mich verlassen!", zitierte sie ihren Tagesbefehl zur Amtsübergabe vom Freitag.

Es war der erste große Auftritt der CDU-Chefin als Verteidigungsministerin seit ihrem Amtsantritt vor wenigen Tagen. Bei dem Festakt erinnerte sie an die Offiziere um Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Männer seien Vorbilder, sagte Kramp-Karrenbauer. Sie hätten aufbegehrt gegen Unrecht, Barbarei und Menschenverachtung. An dem Festakt nahm auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teil. "Wir müssen das Gedenken pflegen und die Erinnerung weitertragen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Lehren aus der Geschichte nicht verblassen", sagte sie vor den Rekruten und ihren Angehörigen.

Verteidigungspolitik Fragwürdiger Richtungswechsel

Neue Verteidigungsministerin

Fragwürdiger Richtungswechsel

Rückwärts marsch: Immer wieder hat CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer beteuert, nicht in Merkels Kabinett eintreten zu wollen. Aber bevor sich Jens Spahn im Verteidigungsministerium profiliert, macht sie es lieber selbst.   Kommentar von Nico Fried