Schleswig-Holstein CDU gewinnt Kommunalwahlen

Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, steht neben Ralf Stegner, dem SPD-Fraktions- und Landesvorsitzenden (l.).

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  • Die CDU kommt bei der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein laut vorläufigem amtlichen Endergebnis auf 35,1 Prozent der Stimmen.
  • Die mit der Union auf Landesebene regierenden Grünen legen leicht zu und kommen auf 16,5 Prozent. Auch die FDP gewinnt dazu.

Die CDU ist trotz Verlusten erneut als stärkste Kraft aus den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein hervorgegangen. Die Union kam am Sonntag laut vorläufigem amtlichen Endergebnis auf 35,1 Prozent der Stimmen - im Vergleich zu 2013 ein Minus von 3,8 Prozentpunkten. Ein Jahr nach der Landtagswahl legten die mit der Union auf Landesebene in einem Jamaika-Bündnis regierenden Grünen mit 16,5 Prozent und die FDP mit 6,7 Prozent leicht zu. Die Wahlbeteiligung betrug etwas mehr als 47 Prozent.

CDU-Landeschef Daniel Günther zeigte sich im Kieler Landeshaus trotz des historisch schlechtesten Ergebnisses seiner Partei bei Kommunalwahlen im Norden zufrieden. "Wir bleiben die stärkste kommunalpolitische Kraft im Land und konnten unseren Abstand deutlich ausbauen", sagte der Ministerpräsident. Dass die CDU Verluste erlitt, führte Günther unter anderem darauf zurück, dass anders als vor fünf Jahren diesmal auch die AfD angetreten war.

Die SPD kam in dem nördlichen Bundesland landesweit nur auf 23,3 Prozent - ein Minus von 6,5 Prozentpunkten. Wie die CDU fuhren auch die Sozialdemokraten damit ihr schlechtestes Ergebnis bei Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein ein. "Mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden", sagte der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner im NDR Fernsehen. Er verwies auf den negativen Bundestrend für seine Partei. "Wir müssen weiter an unserem Profil arbeiten."

Die AfD erhielt bei der Kommunalwahl 5,5 Prozent der Stimmen, sie war 2013 nicht angetreten. Wählergemeinschaften kamen landesweit auf 4,6 Prozent. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), die Partei der dänischen Minderheit, landete bei 2,3 Prozent und die Linke kam auf 3,9 Prozent.

Etwa 2,4 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Sie entschieden über die Zusammensetzung in rund 1080 kreisangehörigen Gemeinden, in den kreisfreien Städten Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster sowie in den elf Kreisen. Die SPD lag nur in den beiden großen Städten Kiel und Lübeck vorn, in Neumünster und Flensburg war die CDU am stärksten.

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