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Kampf ums Weiße Haus:Trump nennt Clinton "korrupteste Kandidatin aller Zeiten"

Donald Trump Delivers Campaign Speech

Donald Trump wetterte mehr als 40 Minuten lang gegen seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton.

(Foto: AFP)

Der Republikaner ist gewaltig unter Druck, jetzt geht er in die Offensive. Als Außenministerin habe seine Gegnerin für "Tod, Zerstörung und Terror" gesorgt - und sich selbst bereichert.

Mit einer 41-Minuten-Dauerattacke auf die Demokratin Hillary Clinton versucht Donald Trump, die Bedenken der konservativen Elite zu zerstreuen und die Republikaner-Basis zu motivieren. Kurz nachdem er seinen Wahlkampfmanager gefeuert hat und Daten über Finanzmittel und Angestellte Zweifel an der Professionalität seiner Präsidentschaftskampagne weckten, greift der Geschäftsmann wieder an - und agiert dabei wie immer nicht als Staatsmann.

Beim Auftritt in einem seiner Hotels in New York nennt Trump Clinton eine "Weltklasse-Lügnerin" und "die wohl korrupteste Person, die jemals Präsident werden wollte." Der 70-Jährige verspricht erneut, dass während seiner Präsidentschaft das Motto "Amerika zuerst" gelten werde. Er variiert seinen Slogan "Make America Great Again" und kündigt an, Amerika nicht nur zu alter Größe zurückführen zu wollen, sondern die USA auch "reich" und "sicher" zu machen.

Ursprünglich wollte Trump die Anti-Clinton-Rede vergangene Woche in New Hampshire halten, doch nach dem Anschlag von Orlando sprach er lieber über die Bedrohung durch den "radikalen Islam" und forderte erneut ein temporäres Einreiseverbot für Muslime (mehr hier). Die Rede des 70-Jährigen enthält zwar Zitate der legendären US-Präsidenten Abraham Lincoln und George Washington, doch sie ist vor allem gespickt mit populistischen Elementen. Laut Trump geht es am 8. November darum, ob die USA künftig "vom Volk oder von Politikern regiert" würden.

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Hillary Clinton ist "alt und müde"

Das politische und wirtschaftliche System der USA sei "manipuliert", weshalb nur ein Außenseiter wie er für die nötige Veränderung sorgen könne. Hillary Clinton sei nicht nur "alt und müde", sondern könne als Teil des Establishments die Probleme des Landes nicht lösen. Treffsicher spottet Trump über Clintons Slogan "I'm with her" ("Ich unterstütze sie"), der nur deren Überheblichkeit zeige. Unter Jubel ruft der Republikaner, er werde hingegen alle Amerikaner unterstützen: "I'm with you: the American people."

Obwohl sein Presse-Team noch während der Rede ein Transkript bereitstellt und Trump einen Teleprompter benutzt, springt er in seinen Attacken mehrmals hin und her. Dies sind die wichtigsten Vorwürfe, die sich vor allem auf Clintons Zeit als Obamas Außenministerin beziehen.