Jesidinnen in Deutschland Drei Frauen

Nadia Murad gehört zu den Jesidinnen, die Baden-Württemberg aufnahm. Im Dezember wird ihr der Friedensnobelpreis in Oslo überreicht.

(Foto: Jean-Bernard Vernier/Polaris/laif)

Shirin Kilo, Ghason Taha und Nadia Murad wurden von den Kämpfern des IS versklavt und vergewaltigt. Jeder von ihnen gelang die Flucht. Über drei Jesidinnen und ihr extrem unterschiedliches Schicksal in Deutschland.

Von Moritz Baumstieger, Volkmar Kabisch und Amir Musawy

Das wohl deutscheste aller Möbelstücke ist oft ein guter Hinweis, wie sehr eine geflüchtete Person schon angekommen ist in Deutschland. Wem es gelungen ist, die Enge des Flüchtlingsheims zu verlassen, hat sie häufig im Wohnzimmer stehen, die Schrankwand Typ Eiche rustikal - weil sie beim Gebrauchtmöbelladen günstig herging, weil sie niemand aus der Wohnung tragen wollte, als der Vorbewohner gestorben ist.

In dem Haus mit dem verwilderten Garten, das Ghason Taha mit ihrer Mutter, den kleinen Brüdern und einer anderen ...

Und plötzlich steht er vor dir

Ashwaq Tallu wurde in Irak als Sklavin gehalten. Die junge Jesidin flieht nach Deutschland, beginnt eine Berufsausbildung. Doch dann meint sie, ihren Peiniger auf der Straße zu sehen - mitten in Schwäbisch-Gmünd. Von Meret Michel mehr...