Italien:Der Wumms wirft Wellen

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Italien: Giorgia Meloni, hier auf einer Wahlkampfveranstaltung Ende September: Berlins Solo nährt die nationalistische Propaganda der postfaschistischen Wahlsiegerin.

Giorgia Meloni, hier auf einer Wahlkampfveranstaltung Ende September: Berlins Solo nährt die nationalistische Propaganda der postfaschistischen Wahlsiegerin.

(Foto: ALBERTO PIZZOLI/AFP)

Die Italiener sind empört: Sie halten den deutschen Schutzschirm für unsolidarisch. Giorgia Meloni, Premierministerin in spe, fühlt sich bestärkt. Doch sie steckt in einem Dilemma.

Von Oliver Meiler, Rom

Das Wort "Doppelwumms" ist schwer ins Italienische zu übersetzen, doch das ist auch nicht nötig. Die Italiener haben die Wucht der Maßnahmen und Mittel, die die deutsche Regierung beschlossen hat, um die Dramatik hoher Energiepreise zu mindern, auch ohne den Begriff "Doppelwumms" verstanden. Und man kann sagen: Sehr gut kam der Schutzschirm über 200 Milliarden Euro der Deutschen für deutsche Haushalte und Unternehmen nicht an. Man hält ihn in Italien, pauschal ausgedrückt, für unsolidarisch gegenüber Ländern, die nicht einfach so mal schnell 200 Milliarden Euro aufwerfen können - Länder wie das hoch verschuldete Italien zum Beispiel. Das sei so gar nicht im europäischen Gemeinschaftssinn.

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