Faschismus

Aktuelle Nachrichten

Die USA unter Donald Trump
:Mr. T und das USA-Paradox

An USA-Deutungen ist kein Mangel zum 250. Geburtstag. Klaus Brinkbäumer schwingt die Faschismuskeule, Philipp Gassert setzt die „bipolare“ Nation auf die Couch. Doch nur ein Ansatz kommt dem Phänomen Trump auf die Spur.

SZ PlusRezension von Viola Schenz

Was läuft in der Literatur im Juni
:Von Frauenhass und anderen Feindseligkeiten

Ildikó von Kürthy und Christiane Rösinger beschäftigen sich mit dem Älterwerden, Judith Hermann oder Eva von Redecker mit dem Faschismus – herausragende Lesungen in München im  Juni.

Von Antje Weber

Nationalfeiertag in Italien
:Schüsse bei Demonstration – und Meloni schweigt

Italien feiert die Befreiung vom Nazifaschismus. Dabei wird ein Paar verletzt und eine jüdische Gruppe vom Demozug ausgeschlossen. Italiens Ministerpräsidentin äußert sich aber nur zu einem Teil der Gewalt.

Von Elisa Britzelmeier

Podcast: „Auf den Punkt“
:Warum waren Opa und Uroma Nazis, Götz Aly?

8,5 Millionen Deutsche waren NSDAP-Mitglieder. Weil sie klar davon profitiert haben, sagt der Historiker Götz Aly.

Von Lars Langenau

Faschismus-Forschung
:Später Frühling für Hitler

Im „Stern“ kam der „Führer“ in den Siebzigerjahren noch mal groß raus. Und zwar, das untersucht jetzt der Zeithistoriker Felix Lieb, mit Fotos direkt aus der NS-Propaganda. Über eine unheimliche Kontinuität der Inszenierung.

SZ PlusVon Willi Winkler

Italien
:Die zwei Gesichter der Giorgia Meloni

Italiens Ministerpräsidentin ist in einer Welt groß geworden, in der man dem Faschismus hinterhertrauert. Aber hat sie diese Welt auch hinter sich gelassen? Sicher ist: So moderat sie im Ausland auftritt, so radikal will sie ihr Land von innen verändern.

SZ PlusVon Elisa Britzelmeier

Sachbuch
:Fatale Fantasmen

An einer zeitgemäßen Definition von Faschismus sind schon viele gescheitert. Auch die Philosophin Eva von Redecker kommt in ihrem neuen Buch nicht ans Ziel – gibt aber konkrete Ratschläge, wie man dem Phänomen begegnen soll.

SZ PlusVon Joachim Käppner

Angriff auf Schauspieler
:Der Schauspieler, den das Publikum von der Bühne zerren wollte

In Bochum hat Schauspieler Ole Lagerpusch mit seinem Theater-Monolog als Faschist heftige Zuschauerreaktionen hervorgerufen. Erstmals spricht er öffentlich über das Erlebnis. Und erklärt, warum er niemandem böse ist.

SZ PlusInterview von Martin Zips

Theater
:Von der Bühne gezerrt

„Vollkommen inakzeptabel“: Am Schauspielhaus Bochum greifen zwei Zuschauer einen Schauspieler an – weil er einen Faschisten spielt.

Von Christiane Lutz

Diskussion um Kunstprojekt in München
:Antifaschismus als demokratische Pflicht – die rechte Kreise provoziert

Ein großes Kunst- und Forschungsprojekt der Lothringer 13 in München will den Antifaschismus aus der Antifa-Ecke herausholen. Dafür ist es höchste Zeit, aber es gibt daran auch Kritik – von rechts.

SZ PlusVon Jürgen Moises

Debatte
:Wie ein Mafiaboss in Las Vegas

Die Entfesselung von Gewalt im Inneren gilt vielen Beobachtern als klares Zeichen, dass Trumps Herrschaft sich in Richtung Faschismus bewegt. Wären da nicht starke amerikanische Besonderheiten.

SZ PlusGastbeitrag von Volker Weiß

MeinungDonald Trump
:Die USA haben die Grenze zum Faschismus überschritten

Nazi-Sympathisanten, ICE-Schergen, Propaganda, Gewalt und Persönlichkeitskult: Wann genau kippt eine Demokratie? Über ein Land, das in die Autokratie schlittert – und Amerikaner, die sich dagegen wehren.

SZ PlusKolumne von Michaela Haas

SZ-Podcast „Das Thema“
:Giorgia Meloni: Europas erfolgreichste Rechtspopulistin

Italiens Regierungschefin überrascht mit gemäßigter Außenpolitik, während strukturelle Probleme im Land ungelöst bleiben. Eine Bilanz nach drei Jahren.

Von Marc Beise und Laura Terberl

USA
:„Trump würde nie sagen, dass er der neue Hitler ist“

Vor einem Jahr begann die zweite Amtszeit des US-Präsidenten. Führt sie in ein neues faschistisches Zeitalter? Oder sind solche Vergleiche schief? Der Historiker Sven Reichardt hat seine Meinung darüber geändert.

SZ PlusInterview von Johan Schloemann und Tobias Zick

Widerstand gegen das NS-Regime
:Bertl Lörcher – mutiger Kämpfer gegen die Barbarei

Der Widerstand von Menschen aus der Arbeiterbewegung gegen den NS-Staat ist selten angemessen gewürdigt worden. Ein Buch erinnert nun an den Münchner Antifaschisten Bertl Lörcher, der seinen Einsatz mit KZ-Haft und Zwangsdienst im berüchtigten Strafbataillon 999 bezahlte.

Von Wolfgang Görl

Podcast „In aller Ruhe“ mit Carolin Emcke
:„Gruppennarzissmus“ – Carolin Amlinger über Demokratie und Zerstörungslust

Warum wählen Menschen Parteien, die die Demokratie zerstören wollen?  Im Podcast spricht Soziologin Carolin Amlinger darüber, wie die Lust am Chaos den Rechtspopulismus nährt.

SZ PlusPodcast von Carolin Emcke

Literatur
:War Rilke ein Befürworter der Diktatur?

Hans-Peter Kunisch hat ein eindrucksvolles Buch über Rilkes späte Begeisterung für Benito Mussolini geschrieben. Ein Missverständnis war die wohl leider eher nicht.

SZ PlusVon Reinhard J. Brembeck

Spanien
:Der unfassbare Diktator

Vor 50 Jahren starb General Franco, der letzte faschistische Herrscher Europas. Viele seiner Verbrechen sind noch immer nicht aufgearbeitet – stattdessen entdeckt ihn die junge Rechte als Idol.

SZ PlusVon Patrick Illinger

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:„KZ-Gedenkstätten sind keine moralischen Ertüchtigungsanstalten“

Vielmehr zeigen solche Orte, „was passieren kann, wenn wir uns nicht respektieren“, sagt Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

Von Lars Langenau

Kino
:Einer muss den Umsturz ja dirigieren

Das Polit-Drama „The Change“ erzählt von einem Amerika, das im offenen Faschismus versinkt – ohne zwiespältige Momente, ohne Dunkelheit.

SZ PlusVon Fritz Göttler

ZDF-Film „Sturm kommt auf“
:Retten möchte man sie alle

„Sturm kommt auf“ nach Oskar Maria Graf erzählt von einem Dorf in der revolutionären bayerischen Zwischenkriegszeit. Eine bewegende Höllenfahrt, groß inszeniert, großartig gespielt.

SZ PlusVon Claudia Tieschky

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Philippinen: Wie man einem Diktator entgegentritt

Die Philippinen sind Ehrengast der Buchmesse Frankfurt. Was wir von dem Land lernen können.

Von David Pfeifer und Lars Langenau

Kampf gegen Rechtsextremismus
:Das scharfe Schwert der Historiker

Philipp Ruch vom Zentrum für Politische Schönheit und der Historiker Thomas Weber werben streitlustig für neue Ansätze der Geschichtswissenschaft zur Rettung der Demokratie. Der Untergang Weimars müsse ganz anders betrachtet werden als bisher.

SZ PlusRezension von Robert Probst

Geschwister-Scholl-Preisträger 2025
:Experten für die Lust an der Zerstörung

Die Literatursoziologin Carolin Amlinger und der Soziologie-Professor Oliver Nachtwey erhalten den Geschwister-Scholl-Preis 2025 für ein Buch über die Gründe für faschistische Tendenzen in Demokratien.

Von Susanne Hermanski

Autoritäre Rechte
:Einfach mal das System in die Luft jagen

Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey untersuchen die „Zerstörungslust“ als zentrale Triebkraft des Rechtspopulismus.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Roman „Republik der Irren“
:Washington an der Adria

Ist Trump vielleicht doch nicht der verrückteste Herrscher aller Zeiten? In „Die Republik der Irren“ verarbeitet Dirk Stermann die Geschichte der Futuristen und ihrer Republik Fiume vor 100 Jahren – und schafft eine kuriose Parabel auf die Gegenwart.

SZ PlusVon Moritz Baumstieger

Re-Education nach 1945
:Wie die USA Deutschland vom Faschismus heilen wollten

Während und nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten US-Wissenschaftler Programme zur Demokratieerziehung für die Deutschen. Was dabei klappte und warum vieles davon schiefging, erklärt der Sozialpsychologe Oliver König.

SZ PlusRezension von Stefan Kühl

Biografie über Armin Mohler
:Wegbereiter für die Neue Rechte

Mit seiner Schrift über die „Konservative Revolution“ traf Armin Mohler in der Bonner Republik den Nerv derer, die dachten, ein bisschen Faschismus schadet nicht. Maik Tändlers Biografie zeigt eindrucksvoll, wie heute rechtsintellektuelle Netzwerke auf Mohlers Thesen aufbauen.

SZ PlusRezension von Claus Leggewie

Demokratie unter Druck
:Die „nationalistische Internationale“

In vielen Staaten der Welt sind Rechtsextremisten auf dem Vormarsch. Was verbindet sie, was trennt sie? Vier Bücher klären auf.  Wichtige Erkenntnis: Es ist nicht zu spät und jede Despotie hat ihre Grenzen.

SZ PlusRezension von Tanjev Schultz

MeinungHistorische Analyse
:Ist Trump Faschist?

Statt solche Fragen zu verhandeln, sollte Europa besser die Gründe seines Erfolgs analysieren – sonst droht auch hier Übles.

SZ PlusGastbeitrag von Christopher Clark

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:80 Jahre Kriegsende: Kommt der Faschismus zurück, Frau Weisband?

Marina Weisband erzählt, was sie sich für eine wehrhafte Demokratie wünscht. Und wie jede und jeder dazu beitragen kann.

Von Ann-Marlen Hoolt

USA
:„Die Leute fliehen vor Trump. Aber ich bin nicht weggelaufen“

Wie ist es um das intellektuelle Amerika wirklich bestellt? Ein Gespräch mit dem Historiker und Yale-Professor Timothy Snyder über den Regierungskrieg gegen Recht und Menschlichkeit – und darüber, welche Rolle Deutschland jetzt spielen muss.

SZ PlusInterview von Andrian Kreye

USA
:Faschismus? Das trifft es nicht

Reboot einer Supermacht: Was in Amerika entsteht, hat keine historischen Parallelen - die passenden Begriffe werden gerade erst gesucht.

SZ PlusVon Andrian Kreye

Erinnerung an Winston Churchill
:Mann der Stunde

Viele Europäer erinnern sich  – verunsichert und von den USA verlassen – sehnsuchtsvoll an Winston Churchill, Hitlers Nemesis. Andere halten „den größten Briten“ für einen Rassisten. Zur überragenden Bedeutung eines einmaligen Helden - der aber seine Schattenseiten hatte.

SZ PlusVon Joachim Käppner

SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:Haben Medien die AfD normalisiert?

Ist der Partei zu viel Beachtung geschenkt worden? Der Medienwissenschaftler Tanjev Schultz über den medialen Umgang mit Rechtsextremen.

Von Lars Langenau

Debatte über „M. Son of the Century“
:Brutaler Verführer

Der Brite Joe Wright hat eine Serie über den Aufstieg des faschistischen Diktators Benito Mussolini gedreht – als Spektakel und Gewaltorgie. In Italien diskutiert man heftig, ob sie der Geschichte des Faschismus gerecht wird.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

E-Book
:Warum ein Sabotage-Handbuch aus dem Zweiten Weltkrieg gerade der Renner ist

Einst sammelte der US-Geheimdienst Ratschläge für den Widerstand gegen die Nazis. Inzwischen lässt sich das Dokument kostenlos herunterladen – und geht jetzt in den USA viral.

SZ PlusVon Simon Hurtz

Amtseinführung
:Was von Musks Geste zu halten ist

Elon Musks erhobener Arm bei Trumps Amtseinführung hat große Irritationen ausgelöst. Was steckt dahinter?

SZ PlusVon Marc Beise

Mussolini-Romane von Antonio Scurati
:Ein Lehrstück in Verachtung

Angst, Gewalt und Hass als Kern des Populismus: Antonio Scuratis Bücher über den faschistischen „Duce“ Benito Mussolini könnten aktueller nicht sein. Mit dem vierten Band der Reihe kommt er im Krieg an.

SZ PlusVon Thomas Steinfeld

Nach US-Wahl und Ampel-Aus
:Die Zukunft wechselt die Seiten

Die Progressiven glauben, sie stehen für den Fortschritt, aber auch Faschisten behaupten das seit jeher von sich. Jetzt suchen wieder viele Menschen die Lösung ihrer Probleme bei den Rechten. Das erinnert doch an etwas.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Surrealismus im Lenbachhaus München
:Die Fantasie des Widerstands

Viele Surrealisten kämpften gegen den Faschismus mit politischen Mitteln – in ihrer Kunst aber waren sie spielerisch. Eine große Ausstellung in München zeigt, wie das zusammengeht.

SZ PlusVon Kia Vahland

MeinungFrankfurter Buchmesse
:Hauptsache, Italien: Deutschland ist dabei, sich an Rechtsextremismus zu gewöhnen

Ein Gastland mit einer rechten Regierung? In der Öffentlichkeit löst das kaum mehr ein Schulterzucken aus. Das Kalkül der rechten Kulturkämpfer geht auf.

SZ PlusKommentar von Felix Stephan

Lucio Fontana in Wuppertal
:Der erste Schnitt ist der tiefste

Der italienische Künstler Lucio Fontana ist eine Schlüsselfigur der Nachkriegsmoderne, aber er glorifizierte auch den Faschismus. Eine Retrospektive in Wuppertal zeigt nun: Der Zweite Weltkrieg war für ihn keine Zäsur.

SZ PlusVon Alexander Menden

Buchmesse-Gastland Italien
:Zwei wie Pech und Schwefel

Italien war beim Rechtsruck den meisten Ländern voraus. Silvio Berlusconi bereitete Giorgia Meloni den Weg. Michael Braun erklärt, wie es dazu kam, welche Mythen Meloni umranken und was von ihrer Politik noch zu befürchten ist.

SZ PlusRezension von Stefan Ulrich

Bestsellerautorin Francesca Melandri
:Papas Krieg im Osten

Francesca Melandri hat ihr persönlichstes Buch geschrieben: Einen Brief an den Vater, der mit Mussolinis Truppen gegen die Sowjetunion kämpfte. Es geht um die ganz großen Fragen: Was ist Krieg? Was Frieden? Eine Begegnung in Südtirol.

SZ PlusVon Carolin Gasteiger

Was läuft in der Kunst?
:Die wichtigsten Ausstellungen im Oktober

Politische und engagierte Kunst, die sich einmischt, die dokumentiert, analysiert, aufklärt – zu sehen im Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne und im Lenbachhaus.

Von Evelyn Vogel

Historie
:Eine Wunde, die endlich heilen soll

Kulturhauptstadt Europas 2025: Ein Besuch in Gorizia und Nova Gorica an der italienisch-slowenischen Grenze, wo Weltkriege und Diktatur tiefe Spuren hinterlassen haben.

SZ PlusVon Tobias Zick

Deutsche Oper Berlin
:Im Schatten Mussolinis

Ottorino Respighis Oper „La fiamma“, die im faschistischen Italien Triumphe feierte, ist jetzt an der Deutschen Oper zu sehen. Christoph Loy inszeniert darin die Anatomie einer Massenhysterie.

SZ PlusVon Wolfgang Schreiber

Film-Tanz-Projekt „Stains“ in München
:Erinnerungen aus Stein

Problematisches Erbe: In ihrem Film-Tanz-Projekt „Stains“ fragen Rosalie Wanka und Paola Evelina nach dem „richtigen“ Umgang mit der NS-Architektur wie dem Haus der Kunst.

Von Sabine Leucht

Neue Rechte
:Und dann sticht er zu

Ein sanftmütiger Junge sucht seinen Platz im Leben – und findet eine neofaschistische Gemeinschaft. Der Italiener Davide Coppo zeigt im Roman „Der Morgen gehört uns“, was junge Leute den Rechten in die Arme treibt.

SZ PlusVon Gustav Seibt

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