Habeck-Video zum Nahostkonflikt:Wider die Sprachlosigkeit

Habeck-Video zum Nahostkonflikt: Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck als Teilnehmer einer KI-Sicherheitskonferenz am Donnerstag in Großbritannien.

Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck als Teilnehmer einer KI-Sicherheitskonferenz am Donnerstag in Großbritannien.

(Foto: Daniel Leal/AFP)

Kanzlerambitionen? Druck auf Baerbock? In Robert Habecks Video-Ansprache über Antisemitismus in Deutschland wird viel hineininterpretiert. Doch die Beweggründe für die emotionale Filmbotschaft sind andere.

Von Claus Hulverscheidt, Berlin

Hätte es etwas geändert, wenn alles absehbar gewesen wäre? Dass das Video schon in den ersten Stunden millionenfach abgespielt werden würde? Dass CDU und Bild-Zeitung den Urheber feiern und ihm gar Kanzlerqualitäten attestieren würden? Dass auch interne Kritiker einräumen müssten, er habe Annalena Baerbock im internen Streit der Grünen um die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl 2025 endgültig abgehängt? Dass landauf, landab ein Seufzer durch die Riege der Kommentatoren gehen würde, weil endlich jemand das politische Vakuum gefüllt habe, das der Emotionsallergiker Olaf Scholz und der sprachlose Frank-Walter Steinmeier nach den Terrortaten der Hamas und Israels Gegenschlag geschaffen hätten?

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