Skiort Ischgl:Wir haben doch nichts gemacht

Lesezeit: 11 min

Skiort Ischgl: "Wir können da nichts dafür": Ein paar Wochen vor dem Corona-Ausbruch 2020 hat Bernhard Zangerl das "Kitzloch" übernommen. Kurz danach war es berüchtigt.

"Wir können da nichts dafür": Ein paar Wochen vor dem Corona-Ausbruch 2020 hat Bernhard Zangerl das "Kitzloch" übernommen. Kurz danach war es berüchtigt.

(Foto: Andrea Mantovani/The NewYorkTimes/Redux/laif)

Das Tiroler Dorf Ischgl kämpft mit der Bösewicht-Rolle in der Pandemie. Aber wie rückt man so ein Image gerade, wenn man doch den Wahnsinn liebt? Auf Après-Ski-Tour in einem berüchtigten Ort.

Von Marlene Knobloch, Ischgl

Mit den Schnäpsen verschwimmen die Hygieneregeln an Tischen und Wänden. Es ist noch nicht mal 19 Uhr, jemand stapft in Skihose durch die Bar, andere sitzen im Paillettenkleid oder mit weit aufgeknöpften Hemden an den hohen Holztischen. Eine ältere Französin hebt eine tropfende Champagnerflasche aus dem Eimer, schenkt dem jungen Italiener ein, den sie eben kennengelernt hat. Hirschgeweihe stieren in den Raum, neben Fotos von Lokallegenden, Herzchenstickern und einem Warnschild, auf dem steht: "Trinke niemals Wasser." Lila und grüne Partylichter strahlen auf die Balken an der Decke. Der DJ spielt den Ballermann-Hit "Ich schwanke noch". Willkommen in "Nikis Stadl". Eine Après-Ski-Legende in Ischgl - und ein verrufener Name in dieser Pandemiegeschichte.

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